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Verwaiste Baustelle in Grimma bringt Anwohner der Alten Bergstraße in Rage

Erschließung Verwaiste Baustelle in Grimma bringt Anwohner der Alten Bergstraße in Rage

Christina Apitzsch wohnt in der Alten Bergstraße in Grimma. Die Baugrube vor ihrer Haustür erregt ihren Unmut – und auch den anderer Anwohner. Zwar ist die Baufirma seit Montag wieder zu Gange, aber zuvor lag die Baustelle zur Erschließung eines kleinen Wohngebietes am Waltherturm wochenlang verwaist. Die Alte Bergstraße ist durch die Baustelle für den Autoverkehr gekappt.

So verwaist zeigte sich die Baustelle am Waltherturm mehrere Tage lang. Die Alte Bergstraße ist durch die Erschließungsarbeiten gekappt.

Quelle: Frank Prenzel

Grimma. Christina Apitzsch aus der Alten Bergstraße in Grimma sieht die Notwendigkeit von Baustellen ein. Die Baugrube vor ihrer Haustür erregt aber ihren Unmut – und auch den anderer Anwohner. Zwar ist die Baufirma seit Montag wieder zu Gange, aber zuvor lag die Baustelle zur Erschließung eines kleinen neuen Wohngebietes am Waltherturm wochenlang verwaist. Das Problem für die Anwohner: Die Alte Bergstraße ist durch die Baustelle für den Autoverkehr gekappt.

Mitte Mai rückten die Arbeiter der Umwelt 2000 GmbH an und rissen ein Teilstück der Turmstraße auf, um wie von der Oewa gefordert die Abwasserleitung für das neue Eigenheimgebiet zur Schleuse in der Alten Bergstraße zu legen. Zunächst sei eine Woche nur gesperrt gewesen, vom 22. bis 26. Mai sei gearbeitet worden, „vor Pfingsten war dann schon Ruhe“, erzählt die 70-Jährige. „Wochenlang ist Stille, und wir müssen mit der Kirche ums Dorf“, schimpft auch die 69-jährige Gisela Fischer, die von ihrem Fenster aus auf die Baustelle blicken kann.

Während der Bauruhe hätte die Firma wenigstens dafür sorgen müssen, dass die Grube provisorisch verschlossen und die Alte Bergstraße wieder für den Verkehr geöffnet wird, meinen die Frauen auch im Namen anderer aufgebrachter Anwohner. Und sie kritisieren den Zustand des tief aufgeschachteten Streifens. Der sei nicht gesichert und bilde eine erhebliche Gefahr. Im Dunkeln könne leicht einer in die Baugrube stürzen.

Auf dem ehemaligen Sportplatz neben dem Waltherturm entstehen fünf Grundstücke für Eigenheimbauer. Projektentwickler ist die Jörg Stiehl & Uwe Herrmann GbR aus Naunhof, die das 10 400 Quadratmeter umfassende Areal erwarb und nun erschließen lässt. In ihrem Auftrag werden die verschiedenen Medien verlegt – durch die Umwelt 2000 GmbH mit Sitz in Leipzig. GbR-Chef Jörg Stiehl ist die Baustelle am Fuße des Waltherturms auch schon ein Dorn im Auge. Weil es nicht weiter ging, sagt er, habe seine Firma mit einer Baufortschrittsanzeige das Bauunternehmen gerügt.

Bauleiter Knut Stegemann verweist bei der Frage, warum tagelang kein Bauarbeiter vor Ort war, auf „technologische Abläufe“. Die Baustelle liege im Zeitplan. Seinen Informationen zufolge gab es eine 14-tägige Ruhe. Seit Montag werde weiter an der Erschließung fürs Abwasser gearbeitet, Ziel sei es, damit Ende nächster Woche fertig zu werden. „Dann haben wir unsere Grundleitung in der Erde und übergeben an die Gasfirma“, erläutert Stegeman. Die Firma Trapp+Speeck ist als Spezialist beauftragt, die entsprechende Gasleitung zu verlegen. Das werde nicht zu lange dauern, glaubt Stegemann. Seien alle Medien in der Erde, werde der Deckenschluss erfolgen und die Straße wieder freigegeben, so der Bauleiter. Für die Sperrung habe die Umwelt 2000 GmbH eine verkehrsrechtliche Anordnung bei der Kommune beantragt und genehmigt bekommen. „Wir wollen die Zeit der Einschränkung so kurz wie möglich halten“, bekräftigt Stegemann, ohne sich auf den Tag festlegen zu wollen.

Das Verlegen von Stromleitungen und anderen Medien werde in der Alten Bergstraße zu keinen Einschränkungen führen, erläutert der Bauleiter weiter. Der Vertrag mit der Jörg Stiehl & Uwe Herrmann GbR beinhalte eine Fertigstellung der Erschließung zum 31. August. „Das garantiere ich gegenüber dem Bauherren.“ Verzug gebe es nicht, so Stegemann.

Von Frank Prenzel

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