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Grimma Viel Bewegung in Grimmas neuen Ortsteilen
Region Grimma Viel Bewegung in Grimmas neuen Ortsteilen
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05:00 29.07.2011
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. Auf einer kleinen Rundfahrt durch einige neue Ortsteile begleitete ihn diesmal die LVZ. Großbothen ist Station Nummer eins. Im ehemaligen Gemeindeamt herrscht ein bisschen Aufbruchstimmung.

Andrea Döring und Kerstin Flegel kommen sich im Riesen-Komplex, der 1982 von der ZBO Glasten als Kindergarten gebaut wurde, etwas verloren vor. Große Kisten mit Akten stehen bereit und warten darauf, ins Grimmaer Stadtarchiv gebracht zu werden. Im neuen Bürgerbüro ist kein Platz mehr für viele Meter Großbothener Geschichte. Und so wird auch diese nun in Grimma eingegliedert.

Sie sind beide marode und vom Zahn der Zeit mächtig angenagt, der einstige Großbothener Kindergarten und ebenso der „neue", der gegenüber liegt. Der Riesen-Flügel-Bau, in dem außer dem Gemeindeamt auch der Heimatverein seinen Sitz fand, hat teilweise Risse in den Wänden und senkt sich langsam ab. „Die Baugrunduntersuchungen hier haben eine ungefähr vier Meter hohe Müllschicht an den Tag gebracht", sagt der Oberbürgermeister. Die Tage des einstigen DDR-Zweckbaus sind gezählt, er wird der Abrissbirne weichen müssen. Das gleiche könnte sich Berger gut für den ebenso altersschwachen jetzigen Kindergarten vorstellen. Noch gebe es keine Lösung für einen neuen. „Aber wir werden hier ganz bestimmt was finden", ist das Stadtoberhaupt optimistisch. So wie es eine Lösung für das Bürgerbüro gibt. Denn Mitte August ziehen Andrea Döring und Kerstin Flegel ins Erdgeschoss des großen Geschäftskomplexes an der Hauptstraße, wo jetzt die Straßenbauarbeiten in vollem Gange sind. Die Fläche davor nennt Berger schmunzelnd „Arthur-Boine-Platz", Boine, der in Grimma wohnt, war einst Polizist in Großbothen und hatte sich stets an Gemeinschaftsaktionen im Ort beteiligt. Der Platz soll im nächsten Jahr einladend gestaltet werden, mit Bepflanzungen und Sitzgruppen. „Das könnte ein schönes Zentrum für Großbothen werden", schaut Matthias Berger schon ein Stück in die Zukunft.

Über Kössern, den schönen Thümmlitzwald, Seidewitz – wo Berger den wohl südlichsten Punkt der neuen knapp 180 Quadratkilometer großen Stadt als „Kap Seidewitz" betitelt – weiter über Böhlen und Dürrweitzschen führt die Fahrt nach Zschoppach. Hier gibt‘s erstmal einen Halt bei Bäcker Detlef Brandt und ein leckeres Brötchen. Dann wird das 3,2-Millionen-Euro-Prestige-Objekt der Gemeinde inspiziert, die neue Schule. Mit Schuljahresbeginn werden hier die rund 100 Kinder aus den umliegenden Orten ein völlig neues Lerngefühl haben. Vom Feinsten sind die Räume schon eingerichtet, vor der Turnhalle liegen Bälle bereit, die Außenanlagen warten auf spielende Knirpse. Malermeister Conrad Hempel aus dem Ort habe vielfältige Unterstützung bei der netten Farbgestaltung gegeben, sagt Berger anerkennend.

Mit den 41 Neuen hat Grimma nun insgesamt 55 Ortsteile. Und der Wunsch des Stadtoberhaupts sei, so sagt er auf der Rundfahrt, dass sich alle Bewohner in ihren Orten wohl und zu Hause fühlen.

Silke Hoffmann

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