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Vielseitiges Bahren mit Weltniveau

Vielseitiges Bahren mit Weltniveau

Für die nächste Hallenvielseitigkeit kündigten die Veranstalter zwei blonde Schimmelreiterinnen an – nach Mitternacht und splitternackt. Bis dahin muss das Bahrener Gestüt sicher noch anbauen.

Nerchau/Bahren. Denn schon jetzt drängten sich die Reisportfans an der Bande. So nahe am Parcours, dass der Dreck gar im Bierglas landete. Reinheitsgebot? Halb so schlimm. Es waren doch nur Pferdeäppel.

Würze, die noch dazu von prominenten Vierbeinern stammte – von Wallach Catano etwa: Auf ihm ritt im aktuellen Kinofilm „Die Päpstin“ keine geringere als Schauspielerin Johanna Wokalek. Auch Sean Bean, bekannt aus der Trilogie „Herr der Ringe“, setzte auf dieses Pferd. Catano spielte auch die tierische Hauptrollen in Til Schweigers Mittelalter-Komödie „Anderthalb Ritter“, im Märchenfilm „Schneewittchen“ oder in der 2009 abgedrehten englisch-deutschen Koproduktion „Black Death“. Catano sei etwas ganz besonders: „Er legt sich auf Kommando hin, ist schussfest, äußerst umgänglich und scheut die Kamera nicht“, schwärmte der 60-jährige Vielseitigkeitsreiter Bernhard Schirmer, selbst ein Filmstar: Seit 1974 arbeitet er freiberuflich als Stuntman. Er klettert auf 80 Meter hohe Türme, rast mit dem Motorrad durch Wände und wurde im Kassenschlager „Inglorious Bastards“ zu Tode getrampelt. Er doubelte die ganz Großen: Rolf Hoppe, Gojko Mitic, Michael Gwisdek – doch wenn in Bahren Vielseitigkeitsturnier ist, müssen sie alle warten.    

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Nerchau/Bahren. Für die nächste Hallenvielseitigkeit kündigten die Veranstalter zwei blonde Schimmelreiterinnen an – nach Mitternacht und splitternackt. Bis dahin muss das Bahrener Gestüt sicher noch anbauen. Denn schon jetzt drängten sich die Reisportfans an der Bande. So nahe am Parcours, dass der Dreck gar im Bierglas landete. Reinheitsgebot? Halb so schlimm. Es waren doch nur Pferdeäppel.

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  Einmal mehr Herzenssache waren Dressur, Springen und Geländeritt in Bahren auch für Janet Wiesner aus Mühlbach bei Frankenberg. Die Sächsin schaffte 2005 bei der Weltmeisterschaft für junge Pferde in Frankreich eine Sensation. Auf „Libero“ holte sie in der Vielseitigkeit die Goldmedaille. „Die Geländestrecke war von Massen gesäumt. Überwältigend. Sachsen dagegen ist Vielseitigkeitsniemandsland. Zu wenig Anlagen, kaum Trainer, viel zu lange Winter“, sagte sie. Umso wichtiger sei ihr die Bahrener Veranstaltung, die sie sich trotz Geburtstags nicht entgehen ließ und dafür mit einem Sieg belohnt wurde.   Weltniveau hatte das Bahrener Turnier auch auf der Preisrichtertribüne zu bieten: Martin Plewa aus Westfalen bewertete bereits die olympischen Wettkämpfe 2008 in Hongkong: „Aufgrund der Quarantäne-Bestimmungen kamen die Pferde zu der Zeit nicht in die Volksrepublik rein. Deshalb fanden die Reiterspiele in der ehemaligen britischen Kronkolonie statt. In der gefürchteten schwülen Hitze von Hongkong holten die Deutschen Einzel- und Mannschaftsgold!“ Er sei mit der veranstaltenden Reitvereinigung Grimma-Bahren seit Jahren freundschaftlich verbunden und komme immer wieder gern ins Muldental, so Plewa.   Die diesjährige Vielseitigkeit in Bahren war auch für Lokalmatadorin Mareike Daut und ihren dreijährigen Sohn Edgar-Hannes ein Muss. Die Sachsenmeisterin 2008 ist ursprünglich Leipzigerin, zog vor Jahren mit ihrem Mann Christoph, DDR-Meister im Geländereiten, bewusst aufs Land: „In Seelingstädt haben wir uns einen Hof ausgebaut. Wer von Trebsen her kommt, sieht unsere Pferde bereits von weitem rechterhand auf der Weide stehen.“ Gisela und Willy Grigoleit, Ronny Freiberg, Hans-Dieter Trinks, Frank Schellöh, Eckhard Oerthel, Jörg Kießling, Volkmar Feist und all die anderen umsichtigen Helfer dürfen sich nun schon auf die traditionelle interne Dankeschön-Veranstaltung im Herbst freuen. Vereinsmitglied Mario Lange: „Da lassen wir uns spontan immer was einfallen. Unvergessen das spektakuläre Tauziehen gegen ein Pferd. Ausgerechnet unseren Frauen gelang es, das Pferd rückwärts zu bewegen. Aber nur deshalb, weil Andrea Türpe besagtes Pferd vorher trainierte und das siegbringende Kommando gab.“

Haig Latchinian

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