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Grimma Vollsperrung zwischen Grimma und Leipzig
Region Grimma Vollsperrung zwischen Grimma und Leipzig
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00:22 15.05.2018
Die vielbefahrene Staatsstraße 38 durch Pomßen. An dieser Stelle soll die rechte Bushaltestelle genauso behindertengerecht ausgebaut werden wie die linke. Quelle: Foto: Frank Pfeifer
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Parthenstein/Pomssen

Auf eine Geduldsprobe werden die Autofahrer gestellt, die normalerweise die Staatsstraße 38 zwischen Grimma und Leipzig nutzen. Die verkehrsreiche Achse wird in der Ortslage Pomßen ab dem 28. Mai voll gesperrt. Die Sanierung und der Ausbau dauern bis spätestens Oktober. Zum Teil großräumige Umleitungen müssen in Kauf genommen werden.

Eigentlich sollte der Startschuss schon am 14. Mai erfolgen, weshalb an diesem Tag bereits Fahrplanänderungen für die Buslinie 690 in Kraft treten. Zur Verzögerung kam es, so war vom zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zu erfahren, weil der Baubetrieb seinen Bauablauf noch einmal angepasst hat. „Der Fertigstellungstermin verschiebt sich dadurch nicht“, versicherte Pressesprecherin Isabel Siebert.

Bus fährt ab Montag Umleitung

Wegen des Ausbaus der Staatsstraße 38 fährt der PlusBus der Linie 690 bereits ab diesen Montag zwischen Pomßen und Köhra eine Umleitung. Diese führt über Rohrbach und Belgershain. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um rund zehn Minuten, außerdem verschieben sich einzelne Abfahrten gegenüber dem regulären Fahrplan. Weil ursprünglich der Baustart für den 14. Mai angesetzt war, hat sich die Regionalbus Leipzig GmbH auf diesen Termin fixiert. Die Umleitungen wurden vom Landratsamt genehmigt, daran muss sich das Verkehrsunternehmen fristgemäß halten. Deshalb die Veränderungen schon jetzt, obwohl der Straßenbau erst am 28. Mai unter Vollsperrung beginnt.

Umleitungsfahrplan der Linie 690 auf www.regionalbusleipzig.de und an den betroffenen Haltestellen

Nach ihren Worten wird der rund 800 Meter lange Erneuerungsbereich in drei Abschnitte aufgeteilt. Der erste beginnt von der Einmündung der Belgershainer Straße und führt bis zur Otterwischer Straße. Zunächst wird im Auftrag des Abwasserzweckverbands (AZV) Parthe mit dem Bau eines neuen Regenwasserkanals in der Fahrbahn begonnen. Außerdem erfolgt die Verlegung von Leerrohren für Mitnetz-Strom und die Gemeinde Parthenstein.

Die Fahrbahn wird von derzeit sechs auf regelkonforme 6,50 Meter verbreitert und mit Rundborden eingefasst. Die vorhandenen Zufahrten müssen höhenmäßig angepasst werden. Die Gemeinde Parthenstein lässt die ebenerdige Bushaltestelle in Richtung Köhra mit einer kleinen Rampe ausstatten, damit Behinderte barrierefrei ein- und aussteigen können. Sie erhält außerdem Bodenleitsysteme als Orientierungshilfe für Sehbehinderte. „Für die Planung haben wir extra den Blindenverband des Landkreises hinzugezogen“, sagte Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos).

Der dunkle Belag markiert die jüngste Ausbaustrecke der Staatsstraße. Danach beginnt der erste Abschnitt der kommenden Sanierung. Quelle: Frank Pfeifer

Der zweite Bauabschnitt soll sich von der Otterwischer bis zur Großsteinberger Straße anschließen. Dort wird die vorhandene Fahrbahn abgefräst und erneuert. „Gegenüber der Feuerwehr bauen wir ein Stück Gehweg, da dort noch keiner existiert. Ansonsten sind die Gehwege und Straßenbeleuchtungen an der Ortsdurchfahrt in Ordnung“, so Kretschel. Der dritte und letzte Abschnitt erstreckt sich bis zum Ortsausgang Richtung Grethen. Auch dort wird die Fahrbahn erneuert, Zufahrten und Gehweg werden an die neue Höhe angepasst. Außerdem wird an einer Regenwasserleitung des AZV Parthe gearbeitet, teilte Siebert mit.

Während der Bauzeit soll die Staatsstraße für den Gesamtverkehr voll gesperrt werden. Läuft der erste und zweite Abschnitt, erfolgt die Umleitung aus Richtung Grimma von Grethen beziehungsweise Pomßen nach Großsteinberg, von dort auf der S 46 nach Naunhof und über den Autobahnzubringer nach Großpösna. Die Umleitung für den dritten Bauabschnitt wird bedeutend kürzer sein, sie führt von Grethen über Großsteinberg nach Pomßen.

Die Gesamtbaukosten für die Fahrbahnerneuerung belaufen sich auf 567 000 Euro. Den überwiegenden Anteil in Höhe von 419.000 Euro finanziert der Freistaat. Beteiligt sind der AZV Parthe mit 105 000 Euro und die Gemeinde Parthenstein mit 43 000 Euro; die Ausgaben der Gemeinde bezahlt der Freistaat aber zu 90 Prozent.

Erforderlich wird der Ausbau, weil die stark befahrene Hauptverkehrsader zwischen Grimma und Leipzig in der Ortslage geschädigt ist. „Es ist lange her, dass sie saniert wurde, und zwar 1993, als Pomßen noch selbstständig war“, erinnert Kretschel. „Zuvor bestand sie aus Kopfsteinpflaster.“

Von Frank Pfeifer

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