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Grimma Vom Zauber des Heiligen Abends
Region Grimma Vom Zauber des Heiligen Abends
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13:56 26.12.2016
Die Akteure des Krippenspiels in der Threnaer Kirche sind hochkonzentriert bei der Sache und tragen den Zauber des Heiligen Abends in die Herzen der Zuschauer. Ines Röder (mit grüner Weste in der hinteren Reihe) organisiert die Aufführung seit 2005. Quelle: Bert Endruszeit
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Belgershain/Threna

Improvisation ist manchmal alles – das war auch beim diesjährigen Krippenspiel in der Threnaer Kirche nicht anders. Gleich zwei Darsteller hüteten kurzfristig krankheitsbedingt das Bett, kurzerhand musste alles neu durchdacht werden. Erstmals spielte deshalb einer der jungen Teilnehmer eine Doppelrolle. Das tat dem Erfolg der Aufführung jedoch keinen Abbruch, die Kirchenbesucher zeigten sich am Heiligen Abend begeistert.

Hinter der Aufführung steht die Threnaerin Ines Röder, die schon seit 2005 das Krippenspiel organisiert. „Ich schreibe die Krippenspiele selbst oder nutze bereits von mir gesehene Krippenspiele als Vorlage. Vergangenes Jahr haben meine Töchter das Krippenspiel geschrieben.“ Diese Aufführung hätten sie ihrer Urgroßmutter gewidmet, die so neuen Lebensmut geschöpft habe.

Die Suche nach jungen Laiendarstellern war noch nie ein Problem. „Ich hatte in den elf Krippenspieljahren keine Aufführung, in der ich mir um die Anzahl der Krippenspielkinder Sorgen machen musste“, so Röder. Schon im Sommer werde sie von Kindern angesprochen, die unbedingt wieder mitmachen wollen. „Das genieße ich, und das ist für mich aber auch das Besondere an der doch recht zeitaufwendigen Organisation.“ Selbst Geschwisterkinder im Kleinkindalter ließen sich bei den Proben schon „anstecken“ und erhielten so erste Nebenrollen. Und auch die „Großen“ machen immer wieder begeistert mit. „Auch dieses Jahr bin ich wieder so stolz, dass sich 13- und 14-jährige Jugendliche fürs Krippenspiel begeistern lassen.“

Dabei fordert die Probe großen Einsatz, meist treffen sich die Kinder und Jugendlichen dafür etwa zehn Mal. Das schafft nicht jeder. „Ich hatte auch schon Aufführungen, wo die Akteure nur zwei Mal teilnehmen konnten und ihre Rolle trotzdem perfekt gespielt haben.“ Die Kleinen und Großen würden ihre Aufgaben jedes Jahr auf ihre Art und Weise immer wieder perfekt meistern. Müssen auch mal Pannen überspielt werden? „In meinen Augen gibt’s bei Kinderaufführungen keine Pannen. Mein Drehbuch lässt immer alles zu.“

Für Ines Röder ist das alljährliche Krippenspiel auch ein Stück Kindheitserinnerung. Denn in der Threnaer Kirche hatte sie früher jedes Jahr beim Krippenspiel mitgespielt – mit einer Einschränkung. „Ich habe mich nie getraut, die Hauptrolle der Maria zu spielen.“

Vom Zauber des Heiligen Abends in der kleinen Dorfkirche ist sie jedes Jahr aufs Neue fasziniert – und von den aktiven kleinen Jungs, die es doch schaffen würden, still auf ihrer Position zu stehen und den Text aufzusagen, und von den aufgeregten kleinen Mädels, die den Mut hätten, vor vielen Threnaern am Keyboard das neu einstudierte Weihnachtslied vorzuspielen. „Es ist faszinierend erleben zu dürfen, wie unsere Kinder an so einem Abend über sich hinauswachsen und die Weihnachtsgeschichte und die Stimmung vom Heiligen Abend in die Herzen anderer Menschen übertragen können.“

Von Bert Endruszeit

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