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Grimma Von Porsche bis Fortschritt: Hundertebeim Oldtimertreffen in Ammelshain
Region Grimma Von Porsche bis Fortschritt: Hundertebeim Oldtimertreffen in Ammelshain
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00:29 12.08.2015
Oldtimertreffen in Ammelshain: Henry Zupan und Claus Schneider (r.) präsentieren ihren Porsche beziehungsweise den Fortschritt E 931/50. Quelle: Robin Seidler
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Ammelshain

"180 Fahrzeuge - also Zwei- und Vierräder - haben sich für das Wochenende angemeldet. Aber die meisten kommen ohnehin spontan vorbei", informiert der Mitbegründer des Vereins Oldtimerfreunde Ammelshain, Dirk Jankowski. "Doch auch der Verein Dorfleben Ammelshain sowie die Ammelshainer Bikerfreunde beteiligen sich wie immer mit bei dieser Veranstaltung", fügt Jankowski an.

Aufgrund der Hitze fuhren immer wieder Fahrzeuge weg, andere kamen hinzu. "Die meisten Fahrer bleiben bei dieser Witterung nur ein bis zwei Stunden. Aber das ist auch gut so, denn wir haben gar nicht so viel Platz hier", schmunzelt Vereinsmitglied Heiko Ficker.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war ein Ikarus-Bus aus Brandis. Dessen Fahrer lud einige Male sogar Besucher ein, mit eine Runde um das Dorf zu drehen. Das Angebot ließen sich viele nicht entgehen. "Bei uns dürfen alle Oldies herkommen - ob West oder ob Ost." Die Teilnehmer reisten nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus dem gesamten Raum Mitteldeutschland und aus Berlin an. Einen vergleichsweise kurzen Anreiseweg hatte der Klingaer Claus Schneider mit seinem Fortschritt E 931/50. "Dieser wurde 1988 in Neustadt in Sachsen gebaut. Meiner hat sogar einen Rückwärtsgang", schmunzelt er. Ab und an nutzt er den Oldtimer sogar für praktische Aufgaben. "Er dient schon sieben Jahre für Holzarbeiten und als Schneeschieber im Winter. Ein Förster sagt zu ihm schon Holzschlepper", lacht der Klingaer, während sich Henry Zupan dazugesellt. Sein Porsche Junior 108 steht direkt daneben. "Ich habe ihn vor zehn Jahren in Frankfurt am Main gekauft und restauriert. Im Winter wird er natürlich abgedeckt. Aber ich bin voll zufrieden mit dem Zustand. Einen Ölwechsel könnte ich mal wieder vornehmen", sagt der Ammelshainer, der auch Mitglied beim gastgebenden Verein ist.

Jörg Nagel aus Naunhof ließ sogar Frauen an das Steuer seines Wartburg 311 setzen. "Es ist ein Erbstück. Der Wartburg wurde in den 90er Jahren gekauft, damals noch mit einer anderen Farbe", erinnert er sich. Mit dem nun 55-jährigen Fahrzeug war er unter anderem schon in Hamburg auf der Reeperbahn und ist an Tankstellen immer Gesprächsthema, berichtete er. "Nun habe ich ihn eigens für das Treffen hier herausgeholt und noch gereinigt", sagt der Kfz-Mechaniker. "Ich finde so ein Treffen hier super. Vor allem, weil es komplett kostenlos ist - für Teilnehmer und auch für die Besucher."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.08.2015
Robin Seidler

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