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Von Pyrna nach Neichen: Streifen mit einer Botschaft

Von Pyrna nach Neichen: Streifen mit einer Botschaft

Die Straße verbindet den Wurzener Ortsteil Pyrna mit dem Trebsener Ortsteil Neichen. Es ist keine Strecke, die besonders stark befahren ist. Doch es ist eine Strecke, die von heute an stark im Blickpunkt stehen wird: Die frisch ausgebaute Staatsstraße 47 ist eine Teststrecke.

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Ein letzter Blick vor der Freigabe: Christian Lippold (r.) und Markus Heier nehmen die neue Markierung auf der S 47 unter die Lupe.

Quelle: Andreas Röse

Wurzen/Trebsen. Der Freistaat Sachsen startet hier die Einführung neuer Straßenmarkierungen.

In der Mitte gar keine Streifen mehr, jene am Rand nicht durchgezogen sondern unterbrochen und vom Bankett ein gutes Stück entfernt - so sieht die neue Markierung auf der S 47 aus. "Was werden die sich dabei gedacht haben, fragen Sie sich jetzt vermutlich", erklärte Christian Lippold gestern, als er die Veränderungen vor Ort vorstellte. Und der Professor vom Lehrstuhl für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen der Technischen Universität Dresden beantwortete diese Frage sehr ausführlich. Es gebe unterschiedliche Straßen, so Lippold, mit unterschiedlichen Verbindungsfunktionen, überregionale für schnelle Verbindungen und regionale, auf denen es ruhig etwas langsamer zugehen könne. Vier Klassen würden unterschieden. Ziel der bundesweit einzuführenden Fahrbahnmarkierungen sei es, den Straßentyp wiedererkennbar zu machen. Deshalb sollten die Streifen einheitlich, unterscheidbar und für den Fahrer schnell erkennbar sein. Und sie sollten das Fahrverhalten beeinflussen, erklärte Lippold weiter. Die Fachleute sprächen von "selbst erklärenden Straßen".

Die Strecke zwischen Pyrna und Neichen zählt zur Entwurfsklasse vier. Die Botschaft, die auf dieser wenig befahrenen Straße von den nur vier Meter voneinander Streifen ausgehen soll, lautet: "Die Straße ist schmal, hier muss man nicht volle Pulle fahren", so Lippold, das sollten Autofahrer auf Anhieb erkennen. Ihnen solle aber auch durch die Streifen mitgeteilt werden, dass man ruhig weiter in der Mitte fahren könne, wenn kein Gegenverkehr vorhanden sei. Ein Ausweichen über die unterbrochenen Linien sei aber möglich. Dem neuen Modell liegen Erfahrungen aus Holland zugrunde. Auf der Teststrecke sollen jetzt weitere Erfahrungen gesammelt werden. Die flächendeckende Einführung sei eine Generationenaufgabe, stellte Lippold fest. Zunächst würden die neuen Markierungsklassen nur Anwendung finden bei Straßenneubauten und Sanierungen.

Mit dem Aufbringen der Streifen endet heute eine Maßnahme, die am 3. März begann. Am Vormittag des 30. April ist die Bauabnahme geplant, ab Nachmittag soll der Verkehr rollen, erklärte Markus Heier, Leiter der Leipziger Niederlassung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Etwa 800 000 Euro seien investiert worden, um die Deckschicht der Straße standfester zu machen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.04.2014
Heinrich Lillie

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