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Grimma Von der Kraft des Elementaren
Region Grimma Von der Kraft des Elementaren
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05:00 09.01.2010
Filzmotiv von Kerstin Globig
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Sie experimentiert, entwickelt weiter. Man trifft sie auf Wollsymposien, auf Kunst- und Handerwerksbörsen, auf Messen und bei Workshops: Kerstin Globig. Heute eröffnet die Naunhoferin auch ihre zweite Ausstellung, mit der sie bis zum 21. Februar im Berggut Holzhausen Collagen in Filz präsentiert. Im Haus der Handwerkskammer zu Leipzig hatte die Ausstellung bereits zuvor großes Interesse gefunden.

Globig konfrontiert den Betrachter mit großformatigen Arbeiten, zu denen sie Motive der Höhlenmalerei angeregt haben. Die Naunhoferin, die sich seit Jahren intensiv damit beschäftigt, hat sich von den Höhlenkünstlern inspirieren lassen und Themen menschlichen Lebens und Zusammenlebens auf Elementares und Wesentliches zurückgeführt. Für die Beziehung zwischen Mann und Frau, die Sehnsucht nach dem Unbekannten, oder für das Thema Vergänglichkeit hat sie mit ihren Collagen Bilder gefunden, deren Kraft in einfachen Formen liegt. „In dieser Einfachheit“, so Globig, „liegt der Reiz, man muss besonders hinschauen. Dem Betrachter lasse ich viel Raum für eigenes Empfinden und Nachdenken. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Wie gehen wir miteinander um? Solche Fragen schwingen in meinen Bildern mit“, sagt Globig, für die die Kunstwerke in Filz auch ein Stück persönliche Standortbestimmung sind.

Die 49-Jährige studierte Diplom-Betriebswirtin war nach der Wende einige Jahre noch in der Wirtschaft und im Tourismus tätig, bevor sie sich der textilen Gestaltung zuwandte und dabei für sich auch das Wollefärben und Filzen als traditionsreiche Techniken mit ungeahnten neuen Möglichkeiten entdeckte. Dabei blieb sie auch von Rückschlägen nicht verschont. 2002 ging in den Fluten des Hochwassers ihr Grimmaer Creativ-Studio unter, nicht aber ihr Mut, der eigenen Kreativität künstlerischen Ausdruck zu geben. „2002 war ich mittendrin in der Katastrophe“, sagt Globig. Seitdem weiß ich noch viel besser, dass nicht materieller Reichtum den Lebenssinn ausmachen kann.“ Auch das könnte eine Botschaft ihrer Bilder sein. Die Ausstellung wird am 9. Januar um 16 Uhr im Berggut Holzhausen eröffnet.

Andreas Läbe

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