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Grimma Waldsteinberg: Stadt lässt vier Jahre alte Fußwege erneuern
Region Grimma Waldsteinberg: Stadt lässt vier Jahre alte Fußwege erneuern
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10:38 27.10.2016
Nur die Zufahrten zu den Grundstücken wurden vor Jahren asphaltiert. Quelle: Archiv
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Brandis/Waldsteinberg

Kritiker hatten schon vor Jahren gewarnt: Der Ausbau der Fußwege im Finsteren Weg sei rausgeschmissenes Geld. Die Kommune hatte sich entschieden, entlang der S 43 nur eine sandgeschlämmte Schotterdecke einzubringen.Zwar wurden beidseitige Gehwege entlang des Autobahnzubringers angelegt. Zu tief wollte die Kommune für die Nebenanlagen indes nicht in die Tasche greifen.

Vier Jahre später haben die Zweifler Recht behalten. An einigen Stellen ist von Fußweg nicht mehr viel zu erkennen. Teilweise überzieht ein dicker grüner Teppich das Trottoir. An einigen Stellen wachsen sogar schon kleine Bäumchen. Die Stadt hat sich nunmehr durchgerungen, die oberste Schotterschicht wieder abzutragen und die Wege zu asphaltieren. Nach hitziger Debatte fasste der Stadtrat am Dienstagabend den Beschluss, die Wege für rund 50.000 Euro noch einmal instandzusetzen. In den Augen etlicher Brandiser ein Schildbürgerstreich, den das Rathaus allerdings verteidigt.

„Der Zustand der Wege entlang der S 43 gibt immer wieder Anlass zu Beschwerden“, erläuterte Kerstin Quandt, zuständige Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung. „Die Ausführung als sandgeschlämmte Schotterdecke hat sich für Waldsteinberg als schlechteste Lösung herausgestellt“, begründete sie. Planer Conrad Schlegel schilderte, dass die Wege teilweise komplett begrünt seien. Das viele Laub, das in der waldreichen Siedlung fällt, tue ein Übriges. Lediglich die Grundstückszufahrten waren vor vier Jahren asphaltiert worden.

Bürgermeister Arno Jesse (SPD) begründete die Auswahl der Maßnahme unter anderem mit Zuschüssen des Landes, die sonst verfallen würden. „Die Fördermittelzusagen für Instandsetzungen trafen vor den Sommerferien im Rathaus ein. Wir stehen jetzt vor der Situation, dass das Geld bis Ende November ausgegeben sein muss.“ Um sich nicht mit mehreren kleinen Vorhaben zu verzetteln, sei die Entscheidung für die Fußwege in Waldsteinberg gefallen. „Dort können wir mit einem Schlag eine größere Summe umsetzen“, so der Rathauschef.

Jesse räumte ein, dass die Situation unbefriedigend ist und die Verwaltung an der engen Zeitschiene auch eine Aktie habe. Kritik äußerte er aber auch an der Verzögerungstaktik des Freistaates. „Es ist Strategie, dass Gelder erst spät ausgereicht werden und die Kommunen keine Zeit mehr haben, die Summen auszugeben. Der Finanzminister wiederum freut sich dann, dass noch so viel Geld in seiner Kasse übrig ist.“ Für die Zukunft stellte Jesse in Aussicht, die Instandsetzung von Straßen und Fußwegen nach einer Prioritätenliste abzuarbeiten. Vorerst gab es bei vier Enthaltungen erst einmal grünes Licht für Fußweg-Bau numero zwo in Waldsteinberg. Zum Ablauf erläuterte Planer Conrad Schlegel, dass vier Zentimeter Schotter abgetragen und durch vier Zentimeter Bitumen ersetzt werden. Die Arbeiten sollen bis 16. Dezember beidseitig der S 43 auf einem Kilometer Länge erfolgen.

Von Simone Prenzel

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