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Walzig: Ende gut - Dorfplatz gut

Walzig: Ende gut - Dorfplatz gut

"Wer hätte gedacht, dass unser Dorfplatz mal so schön wird", sagen selbst Alteingesessene des 40-Seelen-Dorfs Walzig. Doch nun ist es geschehen. Die Firma Hecht hat Anfang der Woche begonnen, sowohl den Dorfplatz rund um die legendäre Milchrampe, als auch die Grundstückszufahrten auf Vordermann zu bringen.

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Hier bewegt sich was: Der Dorfplatz in Walzig rund um die legendäre Milchrampe wird zur Freude der Anwohner saniert.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen/Walzig. "Und auch keiner hätte gedacht, dass die Arbeiten der umsichtig agierenden Baufirma ohne Behinderungen für die Anwohner vonstatten gehen", freut es Lothar Eckhardt, der über den Gartenzaun hinweg von allen "Ecki, der Bürgermeister" genannt wird. Damit ist auch sein Groll verflogen. Denn: "Wir haben ja schon seit Jahren darum gebettelt. Weshalb auch Torsten Schuster als von uns gewählter Walziger Stadtrat mehrfach im Rathaus interveniert hat", sagt Eckhard.

Er blickt auf Anfang der 1970er-Jahre zurück: "Damals ist unter Bürgermeister Werner Moser von Pausitz, wozu Walzig noch gehörte, eine Wasserleitung im Dorf verlegt worden. Bis dahin hatten die Bauerngrundstücke meist einen eigenen Brunnen oder versorgten sich aus dem Brunnen auf dem Dorfplatz mit Trinkwasser. Aber es hatte immer wieder trockene Jahre gegeben, so dass die Brunnen versiegt waren. Eine zentrale Trinkwasserversorgung war nötig."

In diesem Zug ist erstmals überhaupt eine Asphaltschicht auf die Dorfstraße und den Dorfplatz aufgetragen worden. "Ebenfalls unter Moser", fügt das Walziger Urgestein an. Zwar kam der Ort später zu Trebsen, und auch hatte der Straßenbelag die Wende überstanden, aber immer mehr zeigten sich Schäden, die bald eine Buckelpiste aus der Straße werden ließen. Deshalb ergriffen Einwohner die Initiative und wollten Mitte der 90er-Jahre die Straße in Eigenleistung und -finanzierung instand setzen. "Als Sachspende an die Stadt Trebsen. Aber das ist leider von oberschlauen Juristen rechtlich erst infrage gestellt und dann zerredet worden", ärgert sich Eckhardt noch heute darüber. "Obwohl die Arbeiten fachmännisch ausgeführt worden wären, weil wir im Dorf entsprechende Experten und Kapazitäten vom Bau haben, hätten wir Dorfbewohner die Haftung übernehmen müssen. Das war einfach zu viel des Guten."

Aber Ende gut - Dorfstraße gut. Denn die ist dann doch von der Stadt vor gut zehn Jahren komplett neu mit einer Asphaltschicht überzogen worden. Nur für den Dorfplatz hatte es nicht mehr gerecht. Allerdings war der auch noch nicht ganz so schlimm dran. "Na klar, weil wir Walziger immer wieder selbst Hand angelegt haben. Ich kann mich noch erinnern: Anfang der 80er-Jahre hatte uns Heidemarie Kolbe - sie war damals auch Bürgermeisterin - Asphalt besorgt. Im sogenannten Nationalen Aufbauwerk ist dann der Dorfplatz geflickt worden - immerhin", denkt Eckhardt daran zurück.

Nun gibt er sich beinahe staatsmännisch und sieht diesen Straßenbau als "gutes Zeichen über Walzig hinaus für die ganze ländliche Region". Mit solchen Maßnahmen könne seiner Meinung nach die Jugend wieder aufs Land gelockt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.09.2013

Schmidt, Frank

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