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Warnung vor Afrikanischer Schweinepest

Warnung vor Afrikanischer Schweinepest

Vorletztes Jahr war sie in Russland, letztes Jahr in den baltischen Staaten, jetzt ist sie in Polen aufgetreten und hat die Grenze zur EU überschritten: Die Afrikanische Schweinepest ist noch weit vom Landkreis Leipzig entfernt, liefert keinen Grund zur Panik.

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Warnsignale: Wildschweine in Polen sind an der Afrikanischen Schweinepest erkrankt. Noch ist der Erreger weit vom Landkreis entfernt, doch Wildschweine wandern.

Quelle: LoefflerInstitut

Landkreis Leipzig. Doch das stetige Näherkommen hat dafür gesorgt, dass Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet wurden - und das nicht erst jetzt. "Wir verteilen schon seit einem Jahr Informationsflyer", erklärt Asja Möller, Leiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes des Landkreises.

Die Amtsleiterin hat die Entwicklung im Blick. Positiv aus ihrer Sicht: Es tauchten in der Region weder Erkrankungen an der klassischen noch an der Afrikanischen Schweinepest auf. Und die Fälle der afrikanischen Variante, die jetzt in Polen registriert wurden, spielten sich an der Grenze zu Litauen ab. An zwei Wildschweinen wurde der Erreger entdeckt, etwa 16 Kilometer voneinander entfernt. Es liege also noch eine erhebliche Distanz zwischen den Fundorten und dem Landkreis. "Die Krankheit ist also definitiv nicht bei uns angekommen", so Asja Möller. Das Problem sei allerdings, dass Wildschweine wandern würden und damit viel schwieriger zu überwachen seien als die Bestände der Tierhaltung.

"Wir haben sowohl die Schweinehalter als auch die Jäger für das Thema sensibilisiert", erläutert die Amtsleiterin das Vorgehen. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Sitz auf der Insel Riems, habe dafür Flyer erarbeitet, die sowohl über Erscheinungsbild als auch Verbreitung der Krankheit informierten. Das Amt sei auf offen Ohren gestoßen, denn am freiwilligen Wildmonotoring gebe es eine rege Teilnahme. Deutschlandweit werde auch diskutiert, ob die Programme zur Überwachung zur Pflicht gemacht werden sollten, doch eine Entscheidung dazu sei noch nicht gefallen. Deshalb rate das Veterinäramt zur Vorsicht und dazu, die Augen aufzuhalten. Und Asja Möller empfiehlt den Tierhaltern, die vorgeschriebenen Maßnahmen hinsichtlich der Hygiene zu beachten. Zäune, Desinfektionsmatten oder Schutzkleidung - dieses und mehr gelte als Standard in der Tierhaltung. Würde das beachtet, würde das Risiko einer Infektion deutlich reduziert. "Dann ist man auf der sicheren Seite." Doch die Amtschefin kennt auch die Risiken: Fahrzeuge, die beim Transport von Schweinen in den Osten führen zum Beispiel. "Da sollte nichts an den Rädern hängen", sagt sie. Das Loeffler-Institut spricht noch eine andere Warnung aus. "Eine besondere Rolle kommt hingegen dem (illegalen) Verfüttern von Speiseabfällen zu", heißt es im Flyer des Institutes.

Den beruhigendsten Satz hat sich Asja Möller bis zum Schluss aufgehoben. Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest gilt zwar als aggressiv und es gibt bis dato keinen Impfstoff dagegen. Laut Loeffler-Institut handelt es sich aber nicht um einen Zoonoseerreger, das heißt, er ist nicht vom Tier auf den Menschen übertragbar. "Ein Gesundheitsrisiko für Menschen existiert somit nicht."

Eine Informationsveranstaltung für die Kreisjägerschaft plant das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt am 12. April im Bennewitzer Ortsteil Deuben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.03.2014
Heinrich Lillie

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