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Warten auf grünes Licht in Threna

Warten auf grünes Licht in Threna

Die Zeichen stehen gut, dass Threna ein neues Feuerwehrgerätehaus erhält. "Ich hoffe, uns erreicht in dieser Woche die Baugenehmigung", sagt Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos).

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Heute und geplante Zukunft: Die ehemalige Schule von Threna, ein kommunales Gebäude, steht zurzeit leer (Foto links). Die Gemeinde will, dass dort die Freiwillige Feuerwehr des Belgershainer Ortsteils einzieht, und hofft, die Baugenehmigung in dieser Woche zu erhalten. Dann könnte das Projekt umgesetzt werden, das ein Rolltor in der Fassade vorsieht. Im Sommer kommenden Jahres, so das Ziel, würden die Arbeiten abgeschlossen.

Quelle: Frank Pfeifer / Grafik: Peter Brunzlaff

Belgershain/Threna. Dann könnte vielleicht noch im Winter mit dem Umbau der ehemaligen Schule begonnen werden, in die im kommenden Jahr die Einsatztruppe umziehen soll.

Mehr als eng geht es zu im jetzigen Threnaer Depot an der Grimmaer Straße. Das kleine Löschfahrzeug TSF-W passt gerade so hinein. Im Dach befindet sich ein winziger Aufenthaltsraum mit Kochnische. "Wir haben keinen Damen- und Jugendbereich. Unsere Kameraden ziehen sich in der Fahrzeughalle um und atmen die Abgase ein, wenn der Motor läuft", schildert Feuerwehrchef Helmut Kupke.

Seit Jahren kämpfen er und die Gemeinde um bessere Verhältnisse. Ihr Ziel war es, die ehemalige Schule an der Dorfstraße zum neuen Gerätehaus um- und auszubauen. "Wegen der Auflagen durch den Denkmalschutz mussten wir dreimal umplanen", erklärt Hagenow zwar im ruhigen Ton. Doch der Frust darüber ist ihm irgendwie anzumerken. Nicht nur Zeit ging dadurch ins Land. Der ganze Spaß wurde auch teurer. "Weil während der Planungen die Fördermittel durch den Landkreis gesunken sind, muss die Gemeinde jetzt 40 000 Euro mehr bezahlen", schildert Hagenow. Nach heutigem Kenntnisstand trägt Belgershain von den 330 000 Euro Gesamtkosten nun 180 000 Euro. Den Rest schießt der Landkreis als Beihilfe zu.

Genau dieser Landkreis war es, der nach den Worten von Kupke im vergangenen Jahr das jetzige Gerätehaus überprüft hat. "Der Kreisbrandmeister hat damals unser Domizil verworfen", sagt Kupke. "Uns wurde gesagt, es habe nur noch Bestandsschutz bis zu einem Ausbau oder Umzug. Und das sollte so schnell wie möglich geschehen." Der Wehrleiter hofft nun inständig, dass die Baugenehmigung wirklich dieser Tage eintrudelt.

Streitpunkt war vor allem die Außenansicht der ehemaligen Schule, die also nun der neue Feuerwehrstandort werden soll. Das Gebäude stammt zwar aus den 1880er-Jahren, hat aber laut Hagenow im Laufe der Zeit schon wesentliche Veränderungen erfahren, weshalb nicht jeder in der Gemeinde verstand, warum sich der Denkmalschutz so streng zeigte. Schließlich, so Hagenow, sei ein Kompromiss gefunden worden, den der Gemeinderat absegnete. In der Mitte des Erdgeschosses wird zur Straße hin ein Rolltor für das Einsatzfahrzeug eingebaut.

Mit diesem Durchbruch soll der Umbau beginnen. Gleichzeitig ist der ummauerte Hochgarten zwischen Gebäude und Straße abzutragen. Alles Arbeiten, die wetterabhängig sind. Sollten sie demnächst möglich sein, könnte der Innenausbau starten, der auch im Winter machbar wäre. "Im östlichen Teil werden Wände herausgerissen, um die Fahrzeughalle zu schaffen", erläutert der Bürgermeister. "Im Nordbereich entstehen Umkleideräume für Männer und Frauen mit den dazugehörigen Sanitärbereichen. Im Obergeschoss wird eine Wohnung saniert, in die möglichst ein Kamerad einziehen soll. Daneben bauen wir einen Schulungsraum, eine kleine Küche, eine Toilette und das Büro des Wehrleiters." Die Ausschreibung sei bereits gelaufen. Wenn die Genehmigung eintrifft, könnten sogar noch in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats die Aufträge vergeben werden. Ziel sei, das Gerätehaus im Sommer kommenden Jahres bezugsfertig zu haben.

Ehe falsche Gerüchte aufkommen, betont das Gemeindeoberhaupt: "Der westliche Teil des Gebäudes bleibt unangetastet." Ihn nutzt die Kirche für Versammlungen, Veranstaltungen von Gemeindekreisen und die Probe des Chors. Hagenow: "Dabei soll es auch bleiben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.12.2013
Pfeifer, Frank

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