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Grimma Wasserwacht im Landkreis Leipzig: Kein Leben wie bei Baywatch in Malibu
Region Grimma Wasserwacht im Landkreis Leipzig: Kein Leben wie bei Baywatch in Malibu
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06:00 07.05.2016
Torsten Theunert von der Wasserwacht erklärt Kindern der Jugendrotkreuzgruppe Borna wie Rettungsschwimmer arbeiten. Quelle: André Neumann
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Landkreis Leipzig

Mögen die Protagonisten in der US-Kultserie „Baywatch“ einst auch noch so überzeugend dahergekommen sein: In einem bestimmten Alter tauchen junge Rettungsschwimmer eher ab. Dann, wenn es sie wegen der Ausbildung oder eines Studiums in die Großstädte zieht. Die Leidtragenden sind die Wasserwachten Muldental und Borna, auch wenn deren Einsatzfähigkeiten nicht gefährdet ist. Immerhin: „Einige kommen auch wieder zurück“, sagt Torsten Theunert, Vorsitzender des Ortsverbandes Borna des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und damit auch für die Wasserwacht zuständig. Bei der Wasserwacht Muldental sind die Verhältnisse ähnlich. „Ab einem gewissen Alter gehen die Jugendlichen weg“, sagt Jens Stiller, seines Zeichens Geschäftsführer des DRK-Muldental und selbst ausgebildeter Rettungsschwimmer.

„Wir sind alles Ehrenamtliche“, so Theunert, und die Leute, die am Beckenrand stehen und im Zweifelsfall ins Wasser springen, kommen aus allen Berufen, vom Angestellten bis zum Bäcker. Zu den Mitgliedern der Bornaer Wasserwacht gehört auch der Schwimmmeister des Regiser Freibades. Zum Einsatz kommt die Bornaer Wasserwacht auch in Katastrophenfällen wie bei den Hochwassern der vergangenen Jahre.

Das ist bei der Wasserwacht Muldental mit ihren beiden Ortsgruppen Wurzen und Grimma und insgesamt 60 Leuten nicht anders. Voraussetzung dafür ist nach Angaben von DRK-Geschäftsführer Stiller eine spezielle Ausbildung. In der Regel sichern die Mitglieder der Wasserwacht aber den Badebetrieb ab, im Wurzener Dreibrückenbad und bis zum Vorjahr auch in Grimma. Dazu kommen besondere Einsätze beim Muldetriathlon oder früher bei der Mulderegatta.

Prinzipiell kann jeder die Ausbildung zum Rettungsschwimmer durchlaufen, sagt DRK-Chef Stiller. Vorausgesetzt, er verfügt über eine „stabile Schwimmfähigkeit“. Eine Altersbegrenzung gibt es dafür nicht, und selbstredend gibt es männliche wie weibliche Rettungsschwimmer. Deren Aufgabenspektrum ist allerdings in der Regel eher weniger spektakulär als einst am Strand von Malibu in der bekannten Fernsehserie. Bei der Wasserwacht Muldental gab es in den letzten zehn, fünfzehn Jahren keinen Fall, in dem ein Ertrunkener geborgen werden musste. Stiller: „Unsere Einsatzschwerpunkte sind Pflasterkleben und die Behandlung von Insektenstichen.“

Die Wasserwacht Borna bietet von Mai bis Juli Rettungsschwimmern Auffrischungslehrgänge an. Der Kurs umfasst drei Praxisstunden und drei Theorieeinheiten, die individuell donnerstags von 17 bis 18 Uhr im Bornaer Jahnbad und 18.30 bis 19.30 Uhr beim DRK in der Bornaer Bahnhofstraße 56 stattfinden. Anmeldung an info@drk-ov-borna.de.

Von Nikos Natsidis

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