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Grimma Waterbeats einmal mehr Erfolg
Region Grimma Waterbeats einmal mehr Erfolg
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05:00 05.07.2010
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Ganz Openair, also im Freien, war es dann doch nicht. Die Musik-Acts lockten in insgesamt acht Partyzelte. Mit Ausnahme des Eröffnungstages: Am Freitag griffen nur im Hauptzelt erst „The Butlers" als Vorband ordentlich in die Tasten und Saiten und dann die Gruppe „Karat". Obwohl auch diese beiden Bands bei ohnehin tropischen Temperaturen die Stimmung zusätzlich anheizten, waren ihre Auftritte im Vergleich zu Samstag – ja, man kann schon sagen – brav. Denn mit Techno, Rave oder Salsa etwa konnten Dreilich und Co. besonders akustisch nicht mithalten. Schon beim Betreten des Festplatzes, der von den Discozelten und freilich auch von zahllosen Getränke- und Fastfoodbuden förmlich umzingelt war, war nur ein musikalisch undefinierbarer Mix aus Dröhnen und Rauschen sowie Wummern und Donnern zu vernehmen. In den Zelten selbst relativierte sich die Wahrnehmung der Musik. Man hörte tatsächlich nur das, was man hören sollte, sprich die Musik des auflegendenden DJ‘s.

Was da chaotisch anmutete, ging im Konzept des Veranstalters auf. „Wir wollen mit unserem Musikangebot die Altersgruppen auf ganz breiter Front ansprechen", sagte Ronny Zeeh. Er hatte das Sagen auf dem Platz und wirkte erstaunlich cool, obwohl sein Handy nahezu im Takt mit der heißen Musik klingelte, weil es hier und da noch etwas zu organisieren oder abzusprechen galt. Das zeugte von einer gewissen Routine, denn „Waterbeats" ist für Insider seit 2007 zur Topadresse geworden. Nicht von ungefähr, wie Zeeh erklärte. Das Zusammenspiel mit der Stadt Naunhof funktioniere. „Natürlich nicht ganz ohne Auflagen. Aber wenn wir die einhalten, gibt es keine Probleme." Das betraf die Ordnung und Sicherheit rundherum, die durch ein offenbar eingespieltes Team schon an der Zufahrt beherrscht und von Beamten der Brandiser Polizeiwache eigentlich nur beiläufig flankiert wurde. Aber auch die Lärmbelästigung. Obgleich das Partyzentrum weit ab vom Schuss war, bis rüber in die Stadt Naunhof war es dann doch zu vernehmen. Zeeh: „Wir haben ein Lärmschutzgutachten erstellt – auch eine Auflage – und liegen damit im grünen Bereich."

Was die Altersstruktur angeht, bezog sich das nicht nur auf das Publikum, sondern auch auf die DJ‘s. Bestes Beispiel dafür war Hans Maiwald. Mit 62 Jahren war er sozusagen der Dino unter den Jungs an den Reglern. Und an diesem Abend auch mit einem beneidenswerten Job. Zu seiner Musik produzierten sich Go-Go-Girls vor der fantastischen Kulisse einer Licht- und Wasserinstallation, die von Stefan Harslem gesteuert wurde. Mit diesem Hammer wurde das Musikevent seinem Namen „Waterbeats" (Wasserschläge) gerecht. Das meinte auch die Kultband „Die Atzen" mit ihrem Superhit „Das geht ab", aber erst zu ganz später Stunde.

Frank Schmidt

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