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Weitere Kritik an Naunhofer Benutzerordnung

Weitere Kritik an Naunhofer Benutzerordnung

Es rumort weiter. Zur Stadtratssitzung am Donnerstagabend war es Christa Heidel, die das umstrittene Thema Benutzerordnung öffentlich ansprach. Als Vorsitzende des Turn- und Sportvereins (TSV) 1884 fühle sie sich unzureichend informiert, welche Kosten auf sie zukommen, wenn für das Training in Hallen künftig Geld verlangt wird.

Naunhof. Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) sicherte erneut allen betroffenen Vereinen Gespräche zu.

Im Oktober vergangenen Jahres, so Heidel, habe es einen ersten Entwurf der Benutzerordnung gegeben, zur vergangenen Stadtratssitzung sei der zweite Entwurf vorgelegt worden. "Die Gebühren sind darin um 100 Prozent gestiegen", sagte sie und fragte: "Gibt es überhaupt eine Kalkulation?"

Bei den Zahlen im Oktober habe es sich nicht um einen Entwurf gehandelt, sondern um einen Teil der vom Landratsamt geforderten Haushaltskonsolidierung, der sehr pauschal gehalten gewesen sei, erwiderte Zocher. Inzwischen liege eine Kalkulation vor. In ihr seien aber noch nicht alle Posten enthalten, wie zum Beispiel die Abschreibungen für die Sportstätten und die Verwaltungskosten. Darauf sei verzichtet worden, um die Gebühren nicht noch weiter in die Höhe zu treiben.

Mit dieser Antwort konnte sich Heidel nicht zufriedengeben. Ihr Verein mit seinen 170 Mitgliedern, von denen viele schon älter sind, bietet Gymnastik, Tischtennis und Faustball in den Turnhallen der Grund- und der Oberschule an. "Auf uns kommen Kosten von mindestens 5000 bis 6000 Euro pro Jahr zu", erklärte sie. "Ich müsste also die Beitragssätze erhöhen. Doch das geht nur über eine Mitgliederversammlung, und das braucht seine Zeit." Ihr wäre es lieber gewesen, die Stadt wäre einfach einmal auf die Vereine zugegangen.

"Wir wollten zunächst eine Kalkulation erstellen. Diese kriege ich nicht zusammen, wenn ich zuerst 50 Leute frage", konterte Zocher. Jetzt wäre die Zeit der Kommunikation mit den Vereinen. Am Mittwoch sei schon mit dem SV Naunhof 1920 und dem Verein Dorfleben Ammelshain geredet worden. Am Montag sei der BSC Victoria an der Reihe. Zocher: "Ich gehe davon aus, dass wir in zwei Wochen mit allen gesprochen haben werden."

Eine große öffentliche Runde, zu der alle Vereine eingeladen seien, hält der Bürgermeister für denkbar, "allerdings erst nach der Kommunalwahl, damit die Veranstaltung nicht in einen Wahlkampf ausartet." Diese Aussage stieß bei Frank Möckel von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) auf Unverständnis. "Wir fordern seit Oktober, die Stadtverwaltung solle mit den Vereinen sprechen. Das Thema ist also nicht neu und hätte aus dem Wahlkampf herausgehalten werden können", sagte er und fragte nach: "Wird mit jedem Verein gesprochen oder geht es nur nach Nase? Gibt es Protokolle von diesen Gesprächen?" Der Bürgermeister versicherte, es kämen alle Vereine dran, und von jedem Gespräch werde eine Notiz angelegt.

Zocher räumte allerdings ein: "Manche Vereine stellen höhere Forderungen auf, als wir sie uns leisten können." Es müssten Kompromisse gefunden werden, die akzeptabel sind. "Am Ende der Diskussion steht sicher ein Konsens, der nicht allen gefallen wird."

Gabriele Wegel (CDU) bat darum, dass die Stadträte über die Gespräche mit den Vereinen informiert werden. Außerdem verlangte sie eine Zusammenstellung, in der die Gebühren, die in Naunhof erhoben werden sollen und die jetzt schon andere Städten der Umgebung kassieren, miteinander verglichen werden. Und nicht zuletzt seien ihr einige Unklarheiten und Doppelungen im Entwurf der Benutzerordnung aufgefallen, die korrigiert werden sollten. Zocher dazu: "Ich habe kein Problem, über redaktionelle Änderungen zu sprechen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2014
Pfeifer, Frank

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