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Grimma Weltkonzern testet neueste Landmaschinen in Fremdiswalde
Region Grimma Weltkonzern testet neueste Landmaschinen in Fremdiswalde
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00:23 03.09.2018
Florian Schmitt ist Technikfuchs bei New Holland und dirigiert den Feldversuch bei Fremdiswalde im Muldental. Quelle: Frank Schmidt
Grimma/Fremdiswalde

Weltneuheiten! Auf dem platten Land? In Fremdiswalde? Ja! Die Nerchau-Mutzschener Agrar und Service GmbH hat sie auf Lager. Das Beste: Freitag Nachmittag sind sie bei Bier und Bratwurst live und in Farbe zu erleben. Etwa der weltweit erste mitbremsende Traktoren-Anhänger. Und auch der internationale Rekordhalter unter den Eisenschweinen, der in acht Stunden 800 Tonnen Weizen drischt. Sogar ein (tor)hungriger Mähdrescher mit der Typenkennung CR 7 soll am Start sein.

New Holland in Fremdiswalde. Quelle: Frank Schmidt

Nein, CR 7.90 habe nichts mit Fußball-Topstürmer Cristiano Ronaldo zu tun, lacht Klaus Senghaas. Der Manager ist New Holland-Kommunikationschef für den deutschen Markt. Die Verbindung zu Juventus Turin sei gar nicht so weit hergeholt, sagt er: New Holland, der weltweit agierende Hersteller für Landtechnik und einstige Trikotsponsor von Juventus, gehöre zum Fiat-Konzern mit Sitz in Turin. Während Marken wie Fiat, Alfa Romeo, Jeep oder Ferrari die Autosparte bildeten, laufe New Holland etwa mit Case, Steyr, Iveco und Magirus unter dem Ableger CNH Industrial.

Mutzschener Agrarbetrieb ist Kulisse für Werbefilme

1998 stellte Steffen Richter, Geschäftsführer des Mutzschener Agrarbetriebs, seine Technik komplett auf New Holland um. Er kam mit Manager Senghaas in Kontakt und freundete sich mit ihm an. „Vor vier Jahren suchten wir das perfekte Umfeld für Imagefilme und professionelle Fotos. Das fanden wir hier in Fremdiswalde“, lobt Senghaas die Vielzahl an Hallen und Feldern: „Hier stimmt einfach alles.“

Auf der Agrartechnik-Schau in Hannover präsentiert sich das Unternehmen regelmäßig auf 3500 Quadratmetern. Die meisten der dort eingesetzten Werbebilder entstanden in Fremdiswalde. Das 50-köpfige, international besetzte Drehteam überlässt dabei nichts dem Zufall. Regisseure, Drohnen, HD-Kameras – alles werde aufgefahren, um neueste Traktoren, Mähdrescher und Strohpressen im besten Licht darzustellen.

Region profitiert von Technik-Session

Dominic Hesse, Produktspezialist für Traktoren, schulte bei den Field-Camps in Fremdiswalde mittlerweile 1000 Händler, Kunden und Schlosser. In zweitägigen Sessions werden jeweils 50 Teilnehmer von 32 Trainern auf Neuheiten angelernt. Übernachtet wird im Kloster Nimbschen oder im Schlossblick Trebsen. Das Geld bleibe in der Region. Win-Win-Situation, nennt es Landwirt Steffen Richter. Seine Mitarbeiter Mario und Daniel Eisermann, Jens Gerlach und Siegmar Leipnitz sind begeistert vom IntelliSense-System: „Der Drescher sucht und findet die optimale Einstellung ganz automatisch – wir sitzen am Joystick und überwachen nur noch.“

Tag des offenen Tores

Zum Tag des offenen Tores sind a, Freitag ab 14 Uhr alle Technikfans an die Fremdiswalder Getreidelagerhallen eingeladen. 35 Traktoren, fünf Mähdrescher, ein Teleskoplader, zwei Rund- und zwei Großballenpressen, zwei Pflüge sowie diverse Bodenbearbeitungsgeräte können besichtigt werden. Darunter auch die beiden Traktoren mit dem Intelligenten Anhängerbremssystem. Kommunikationschef Senghaas: „Der Anhänger bremst mit, sobald der Traktorist den Fuß vom Gaspedal nimmt. Gerade bergab ist das so wichtig, weil Hänger mit Ladung ja schieben würden.“ Erst seit zwei Wochen sei das patentierte System auf dem Weltmarkt, nachdem der Gesetzgeber Anfang des Jahres grünes Licht gab. Unter den Neuzugängen aus Turin fehle in Fremdiswalde nur einer. Cristiano Ronaldo. Der muss sich auf das Spiel in Parma vorbereiten.

Von Haig Latchinian

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