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Grimma Wen Grimmaer ins Weihnachtsmannkleid schlüpfen lassen
Region Grimma Wen Grimmaer ins Weihnachtsmannkleid schlüpfen lassen
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05:00 24.12.2009
Grimma

Von Kindermund getroffene Aussagen wie „Der hat doch Opas Augen“, oder „Der trägt Papas Manschettenknöpfe“, sind so alt wie die Geschichte des Weihnachtsmannes selbst. Geschichten, zu denen Grimmas Stadtmusikdirektor Reiner Rahmlow eine weitere hinzu fügen kann. „Als unser Sohn fünf Jahre alt war, ist mein Vater noch einmal in die Rolle des Weihnachtsmannes geschlüpft und wurde prompt enttarnt. Denn als alle Erwachsenen beim Erscheinen des Weißbärtigen im Chor riefen ‚Na wer kommt denn da?!’, entgegnete André trocken; ‚Das ist der Opa!’.“

Eine Situation, die Reiner Rahmlow bei seiner knapp fünfjährigen Enkelin auf jeden Fall vermeiden wolle. „Deshalb spiele ich bei ihr grundsätzlich nicht den Weihnachtsmann, sondern überlasse diese Rolle lieber meinem Bruder“, so der JBO-Leiter, der sich nach eigenem Bekunden nicht zu schade ist, in anderen Familien in die rote Robe zu schlüpfen.

Auch Sporthaus-Inhaber Ulf Weiland lässt beim Thema Weihnachtsmann Vorsicht walten. „Allerdings ist der alte Herr dennoch schon ein ums andere Mal beinahe enttarnt worden“, erinnert sich der Einzelhändler. Deshalb setze er auf eine wechselnde Besetzung. „Es haben bei uns schon junge Frauen, ein Wurzener Rechtsanwalt und natürlich Freunde den Weihnachtsmann gespielt, und deshalb weiß unser siebenjähriger Sohn, dass jener mal groß und mal klein sein und ein Jahr eine weiche und im nächsten eine sanfte Stimme haben kann.“

Und dass er auf jeden Fall einen langen, weißen Bart trägt. Ein Attribut, das im Haus von Bürgermeister Matthias Berger eine besondere Rolle spielt. „Denn der Bart unseres Weihnachtsmannes ist nicht etwa angeklebt, sondern echt“, betont der Kommunalchef, der sich glücklich schätze, in der Nachbarschaft einen älteren Herrn zu haben, der einen ausgeprägten Kinnschmuck sein eigen nennt. „Unser Weihnachtsmann muss in der Tat lediglich seinen roten Mantel überziehen, um seines Amtes zu walten“, sagt der zweifache Vater.

Bislang immer in der Familie vergeben wurde die Rolle des Weihnachtsmannes hingegen in Familie Graf. „Das war und ist soweit ich mich erinnern kann immer der Part meines Bruders, und wir müssen uns überraschen lassen, ob die Sache zumindest bei unserer fünfjährigen Tochter in diesem Jahr noch einmal gut geht“, hofft Frisörsalon-Chefin Doreen Graf.

Keine Sorgen über eine mögliche Enttarnung des bärtigen Gesellen muss sich hingegen Cornelia Tillich machen, die Leiterin der Grimmaer Freiwilligenzentrale. „Bei uns kommt traditionell kein Weihnachtsmann am Heiligen Abend“, sagt die mehrfache Mutter, die sich gleichwohl nicht als Gegnerin des alten Herrn outet. „Aber wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass der Weihnachtsmann auch in gewisser Weise ein Druckmittel darstellt und zudem zum Inbegriff einer mittlerweile ausgeuferten Schenkkultur geworden ist. Unsere Kinder jedenfalls haben kein Problem damit und finden Weihnachten trotzdem spannend.“

Roger Dietze

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