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Grimma Wenzels betreiben in neunter Generation den landwirtschaftlichen Hof in Göttwitz
Region Grimma Wenzels betreiben in neunter Generation den landwirtschaftlichen Hof in Göttwitz
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13:44 04.05.2016
Zum Hof gehören auch Haflonger-Pferde . Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Göttwitz

Der Duft von frischen Wurst- und Fleischwaren wird den Besuchern zum 17. Hoffest am 7. Mai auf dem Ferienhof Wenzel in Göttwitz begegnen. Der Direktvermarkter nimmt an den Tagen des offenen Hofes des Sächsischen Landesbauernverbandes ab 10 Uhr teil. Dieses Mal stehen sie unter dem Motto: „Landwirtschaft – zukunftsorientiert und attraktiv“. Immerhin blicken Elke (54) und Bernd Wenzel (54), die Hofbetreiber, auf über 20 Jahre als Wiedereinrichter zurück. So werden Bauern bezeichnet, die den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb nach der Wende übernahmen und in eigener Regie bewirtschafteten.

Heute wollen auch die Kinder Martin (29), Mario (27) und Elisabeth (20) ihren Beitrag leisten, dass der Name Wenzel in Zusammenhang mit Landwirtschaft weiter in der Region Gewicht hat. „Unser Sohn Mario wird unser Hofnachfolger und hat in den letzten Jahren die nötige Ausbildung dazu absolviert. Er ist Landwirtschaftsmeister “, sagte Elke Wenzel.

Martin hat den Meister als Fleischer gemacht. Tochter Elisabeth absolviert gerade eine Lehre als Steuerfachangestellte. Elke Wenzel arbeitete bis zur Wende in der LPG und ihr Mann in der Gärtnerei auf Schloss Hubertusburg. Bereut haben beide nicht, dass sie den Landwirtschaftsbetrieb nunmehr in neunter Generation weiterführen. Sie sanierten das Wohnhaus, die Stall- sowie Wirtschaftsgebäude. Es entstanden ein Hofladen und Ferienwohnungen. Eine Solaranlage zeigt, Wenzel sind für die Zukunft gerüstet. „Wir sind froh, dass wir eine Mutterkuhherde aufgebaut haben, Feldbau betreiben und als drittes Standbein in der Fleischproduktion tätig sein, obwohl es auch Rückschläge gab“, sagte Elke Wenzel. So erinnerte die 54-jährige Agraringenieurin an die Tierseuchen wie BSE, Schweinepest oder Vogelgrippe. Bis 1580 lässt sich in Wermsdorf der Name Wenzel zurückverfolgen. Einen kleinen Einblick in die Geschichte des Hoffes, werden die Wenzels zum Hoffest geben. Ebenso ist eine Parade von Oldtimer-Traktoren zu erleben. „Vor allem wollen wir dazu beitragen, das Interesse an der Landwirtschaft zu wecken“, verrät Elke Wenzel. Darum hatten sie auch 1994 den Ferienhof eingerichtet. Vor allem Familien mit Kindern würden das Angebot gern annehmen. Davon können sich die Besucher zum Fest überzeugen.

Für die Kinder gibt es eine Heuhüpfburg, Basteln und ein Streichelzoo. In der Zwischenzeit können sich die Eltern am Stand des Regionalen Bauernverbandes informieren, bei der Tonschmiede vorbei schauen oder die Blaumalerei betrachten. Traditionell wird 10 Uhr eine Dreschflegelgruppe zu erleben sein. Ab 13.30 Uhr spielt der Spielmannszug Mutzschen. Ab 14.30 Uhr wird es spannend beim Kutschenrennen.

Von Cornelia Braun

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