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Grimma Wie ein Teppich: Pferdesportler präsentieren ihren neuen Reitplatz
Region Grimma Wie ein Teppich: Pferdesportler präsentieren ihren neuen Reitplatz
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00:23 20.05.2015
Hier ist Geschicklichkeit gefragt: Savannah zeigt auf dem Welsh Pony Deli ihr Können beim Voltigieren. Quelle: Bert Endruszeit
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Grimma/Kleinbardau

"Der Belag besteht aus Teppichschnitzeln", verriet Trainerin Stephanie Zehrfeld. Damit lässt sich der Platz bei jedem Wetter nutzen, es entstehen keine Pfützen, nichts friert an. "Dieser Untergrund ist für Pferd und Reiter gelenkschonend." Zudem ist die lästige Staubentwicklung kein Thema mehr, und der Pflegeaufwand ist wesentlich geringer. Je nach Nutzung des Platzes muss dann rund zehn Jahre lang nur wenig getan werden. "Wir müssen nur die Hinterlassenschaften der Pferde einsammeln", lachte Zehrfeld. Sie würde sich freuen, wenn sich nun für die Finanzierung des neuen Platzes noch hilfreiche Sponsoren finden würden.

Der Reit-, Fahr- und Voltigierverein Kleinbardau ist mit seinem Gründungsjahr 2008 ein noch recht junges, aber durchaus erfolgreiches Pflänzchen. Alles in allem zählt er 62 Mitglieder, hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Doch langsam steigt auch die Zahl der "großen" Pferdesportler. Der Grund: Erst werden die Kinder vorgeschickt, und dann fragen die Erwachsenen an, weiß Trainerin Stephanie Zehrfeld, die seit vergangenem Jahr Pferdewirtschaftsmeister ist und sich nun hauptberuflich um Vierbeiner kümmert. 23 Pferde und ein Esel stehen für den Vereinssport zur Verfügung. Der Esel kommt jedoch nur bei Veranstaltungen zum Einsatz.

Noch immer ist der Pferdesport eher Frauensache. "Ich bin hier der Exot", gibt Paul Bormann zu. Der 15-Jährige fing vor zweieinhalb Jahren beim Schulsport im evangelischen Schulzentrum Großbardau Feuer für den Reitsport. "Seitdem bin ich dabei. Das ist nun mal kein Sport, bei dem man seine Kumpels trifft." Beim Vereinsfest zeigte Paul beim Geschicklichkeitswettbewerb sein Können. Eine Disziplin, bei der Pferd und Reiter gleichermaßen gefordert sind. Geduld und Einfühlungsvermögen braucht der Reiter dabei immer, denn auch ein Pferd kann mal einen schlechten Tag haben. "Auffällig ist, das beim Pferdesport nervöse Kinder ruhiger werden und die schüchternen mehr aus sich herauskommen", hat Zehrfeld beobachtet. Kein Wunder, dass Reiten an etlichen Schulen im Rahmen der Ganztagsangebote betrieben wird.

Wie viele der jüngsten Reiter hatte sich auch die achtjährige Savannah extra in Schale geworden. Bunt kostümiert zeigten viele Kinder ihr Können hoch zu Pferd. "Seit zwei Jahren mache ich hier mit, und es macht großen Spaß", verriet Savannah. "Sie hat mal beim Reiten zugeschaut und fand das Voltigieren am interessantesten", sagte ihre Mutter Anja Täubert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2015
Bert Endruszeit

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