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Nach Gasalarm in Grimma: Polizei geht von Reizgasattacke aus

Normaler Schulbetrieb Nach Gasalarm in Grimma: Polizei geht von Reizgasattacke aus

Am Tag nach dem Gasalarm lief am Donnerstag im Gymnasium St. Augustin wieder der normale Schulbetrieb. Alle 24 Schüler, die mit Reizungen der Atemwege im Krankenhaus behandelt wurden, sind wieder entlassen worden. Die Suche nach der Ursache läuft – konkrete Ergebnisse liegen bislang nicht vor.

Am Gymnasium St. Augustin lief am Donnerstag alles wieder normal.
 

Quelle: Thomas Kube

Grimma.  Nachdem der Schulbetrieb im Gymnasium St. Augustin in Grimma nach dem Gasalarm am Mittwoch für einen halben Tag aus den Fugen geraten war, konnten die Schüler und Lehrer am Donnerstag den Unterricht laut Lehrplan wieder aufnehmen. Das traf auch für jene gemeldeten 24 Schüler zu, die wegen akuter Beschwerden der Atemwege im Krankenhaus notärztlich behandelt worden waren, bestätigte der Schulleiter Wolf-Dieter Göcke auf Nachfrage. Jedoch räumte er ohne nähere Angaben zu machen ein, dass der eine oder andere betroffene Schüler den gestrigen Tag noch zu Hause geblieben sei. Definitiv aber sei keiner mehr von ihnen in stationärer Behandlung.

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Ein Gasalarm am Grimmaer St. Augustin Gymnasium hat einen Großeinsatz ausgelöst. Das Gebäude ist evakuiert worden.

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Zu den Ursachen verwies Göcke an die Polizei, die Ermittlungen dazu führe. „Aber einen Defekt an technischen Anlagen der Schule, in welcher Form auch immer, können wir mit Sicherheit ausschließen“, beruhigte Göcke. Das wurde auch von Polizeisprecher Uwe Voigt so bestätigt. „Wir müssen davon ausgehen, dass dort ein Reizgas versprüht worden ist, das steht anhand der Symptome außer Frage. Zumal die Feuerwehr tatsächlich geringe Werte von Reizgas, also CO² festgestellt hat. Weshalb die Kriminaltechnik den betroffenen Bereich im Flur gründlich untersucht hat, jedoch ohne handfeste Beweise wie Kartuschen, Patronen oder Gaspistolen gefunden zu haben“, erklärte Voigt. Dennoch laufen die Ermittlungen dazu weiter, so dass Schülerbefragungen durchgeführt werden, ergänzte der Sprecher der Polizeidirektion Leipzig.

Das ganze Szenario, von wem auch immer versehentlich oder gar mutwillig herbeigeführt, schreit nach Konsequenzen. Und die haben am Donnerstag sowohl die Schulleitung als auch die Stadtverwaltung angekündigt. Wenn auch differenziert, soll darüber das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Schulleiter Göcke deutet an, dass er mit dem überall verwendeten Begriff „Gasalarm“ ein Problem hatte. „Das ist gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber den Eltern der Schüler völlig irreführend gewesen und suggerierte, irgendwelches Heizgas ist ausgeströmt, mit der Konsequenz, dass die Sicherheit der technischen Anlagen nicht gewährleistet ist.“ Für ihn bleibe daher auch nur die spekulative und bittere Erkenntnis, „dass möglicherweise irgendjemand hier sein Unwesen getrieben hat.“ Die Frage, ob dieser Jemand aus den Reihen der Schüler oder Lehrerschaft komme, stelle sich nicht für ihn. „Wir sind ein offenes Haus mit Publikumsverkehr und Internatsbetrieb“, sagte er und war damit geneigt, über Schüler und Lehrer seine schützende Hand zu halten.

Dennoch wolle man in der Schule grundsätzlich darüber beraten, so der Schulleiter, „wie wir zukünftig in ähnlichen Fällen handeln, denn diese Situation ist ja auch für uns absolut neu gewesen.“ Gleichwohl es nach seiner Einschätzung ein gutes Miteinander unter den Einsatzkräften gab. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) zeigte sich am Donnerstag noch etwas verbittert über den „möglicherweise groben Unfug einzelner Personen“, die den Großeinsatz ausgelöst haben. Wichtig sei, dass keine Menschen nachhaltig verletzt wurden. „Dennoch müssen und wollen wir den Einsatz auf seine Verhältnismäßigkeit kritisch hinterfragen“, kündigte das Stadtoberhaupt an.

Von Frank Schmidt

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