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Wilfried Große rettet ersten Storch-Waisen

Wilfried Große rettet ersten Storch-Waisen

Der Muldentaler Landwirt und Geflügelzüchter Wilfried Große hat in den vergangenen Jahrzehnten schon vieles ausgebrütet - Hühner, Gänse, Enten sowieso. In seinen Brutschränken lagen auch Nandu- und Straußeneier.

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Gut behütet: Geflügelzüchter Wilfried Große hat neuen Nachwuchs - zum ersten Mal einen kleinen Storch, dem er das Leben rettete. Vier Geschwister sollen folgen.

Quelle: Dirk Hunger

Das Exotischste, was ihm je unter die Finger gekommen ist, sind jedoch Tiere eines einheimischen Vogels. Ihm wurden fünf Storcheneier, die aus einem Nest im benachbarten Mügeln geborgen wurden, anvertraut. Eines der Alttiere hatte sich verletzt und überlebte die Notoperation nicht. Allein kann ein Altvogel jedoch Brut und Futtersuche nicht bewältigen. Ersatz-Papa Große nahm die Eier an. Hütete sie wie seine eigenen Kinder. Als der erfahrene Züchter die Eier in Empfang genommen und durchleuchtet hatte, prognostizierte er den Schlupf für den 20. Mai. Punktlandung: Am Dienstagabend, nach 23 Uhr habe er noch mal in den Brutkasten geschaut. Da sei nichts zu sehen gewesen. Mittwoch früh halb sechs habe das Jungtier neben der Eierschale gelegen.

Vom stolzen Vogel mit schwarz-weiß Röcklein und roten Strümpfen ist der junge Klapperstorch mindestens so weit entfernt wie jene grauen Jungtiere, aus denen einmal Schwäne werden. Der Schnabel ist weder lang noch rot, das Gefieder lässt sich bestenfalls erahnen und die Augen sind überdimensional groß. Unvorstellbar erscheint, dass diese kleinen Flügel schon in wenigen Monaten so viel Kraft entwickeln, Jung-Adebar nach Afrika zu tragen. Den Brutkasten, in dem der Storch am Morgen geschlüpft ist, hat er verlassen. Die gepolsterte Keramikschüssel als Ersatz-Horst fand sich schnell. Anschließend musste sich Wilfried Große nur noch als Nestbauer betätigen.

Die vier Geschwistereier bleiben hingegen in der Apparatur, in der 37,5 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von zirka 80 Prozent herrschen. "Als ich gestern die Eier 'gebadet' habe, gab es in drei davon Bewegung. In einem habe ich das schon gespürt, als ich es in der Hand hielt", berichtet der Züchter aus dem Grimmaer Stadtteil Köllmichen. In den nächsten Tagen werden sich also noch ein paar Schnäbel durch die Eischalen picken. Der schnellste aus der Storchenbrut hat nach Wilfried Großes Beobachtungen vom ersten Anpicken bis zum Schlüpfen länger als einen Tag gebraucht. Gestern Mittag wog er 76 Gramm. Die Eierschale, die ihn bis dahin geschützt hatte, bringt im Vergleich dazu immerhin zwölf Gramm auf die Waage.

Der Jungstorch hat an seinem ersten Lebenstag schon mächtig Hunger und sperrt seinen Schnabel weit auf. Für diesen Fall hält Wilfried Große Regenwürmer parat, die ursprünglich als Angelköder gesammelt worden waren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2015
Axel Kaminski

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