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Grimma Windpark bei Schkortitz steht vor Veränderungen
Region Grimma Windpark bei Schkortitz steht vor Veränderungen
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05:00 15.04.2011
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. Die Betreiber wollen sie dann ersetzen, durch modernere, größere, leistungsfähigere. Wobei Größe die Leistungsfähigkeit bedingt.

Jeder Meter Höhe bringe fast ein Prozent mehr Energieertrag, sagt Gunter Hantschmann. Der Ortsvorsteher von Schkortitz betreibt eines der sechs Windräder bei Schkortitz und Bröhsen, hat das alte im vorigen Jahr abgebaut und 15 Meter daneben ein neues, höheres errichtet. So hoch, dass die maximale Flügelhöhe gerade unter 100 Metern bleibt und so keine Befeuerung, kein häufig als störend empfundenes Blinklicht, das Luftfahrzeuge warnt, angebracht werden muss. Der Ortschaftsrat Höfgen hatte vor rund zehn Jahren beschlossen: Windräder ja, aber ohne Blinklicht

Weil auch die anderen Anlagen in den nächsten Jahren die Grenze ihrer Lebenszeit erreichen, sollen jetzt mit einem Bebauungsplan Einzelheiten für die neuen Anlagen geregelt werden. Wobei der Landesregionalplan, der das Areal als Windkraftvorranggebiet einstuft, schon grundlegende Vorgaben macht. „Wir versuchen jetzt, die raumordnerischen Vorgaben mit Leben zu erfüllen", sagte Planerin Carmen Friedrich knapp zwei Dutzend Einwohnern der umliegenden Dörfer auf einer Versammlung in Schkortitz.

Die Betreiber, ortsansässige Unternehmer, sind sich mit dem Höfgener Ortschaftsrat darüber einig, dass auch künftig nicht mehr als sechs Mühlen auf dem Gelände stehen sollen. Allerdings dürfe das, erläuterte Grimmas Stadtentwicklungsamtsleiter Jochen Lischke, im Plan nicht willkürlich festgelegt werden. Es müsse mit einem Gutachten nachgewiesen werden, dass mehr als sechs Anlagen sich gegenseitig den Wind wegnehmen würden, also nicht mehr effektiv wären. Klar scheint auch schon, dass die beiden Anlagen, die jetzt nur je 500 Meter von Schkortitz und Bröhsen entfernt stehen, in größerem Abstand ersetzt werden müssen.

Schwieriger sehe es da mit einer Höhenbegrenzung aus. Der Bebauungsplan könne die Vorgaben des Regionalplanes nicht einschränken. Und der würde je nach Standort und Abstand von den Dörfern hier auch Größen zulassen, bei denen eine Befeuerung nötig wäre. Dagegen protestierte Ortschaftsratsmitglied Reinhard Schuricht und verwies auf den einst gefassten Beschluss. „Das soll jetzt nicht mehr gelten?"

Diesbezüglich müssen sich die Anwohner auf die Ankündigung von Thomas von der Heyde, einem der Betreiber verlassen: „Man kann es nicht festlegen, aber wir als Betreiber können uns durch unsere regionale Verankerung verpflichtet fühlen. Wir wollen Frieden rund ums Dorf und dazu stehen wir." Ortsvorsteher Hantschmann hat es vorgemacht.

André Neumann

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