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Grimma Winnie Puuh grüßt Radler an der Muldentalbahn
Region Grimma Winnie Puuh grüßt Radler an der Muldentalbahn
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05:06 11.09.2018
Klar, das machen wir: Hoch motiviert haben Teenager der Nerchauer Jungen Gemeinde den Lagerschuppen an der alten BHG bunt angemalt. Quelle: Frank Schmidt
Nerchau

Die Welt ist bunt. Den Beweis dafür liefern etwa zehn Teenager der Jungen Gemeinde in Nerchau. Sie haben in den letzten Wochen einen Lagerschuppen am Muldentalbahnradweg nahe der ehemaligen BHG kunterbunt angemalt, der bisher nur durch Schmierereien auffiel, die alles andere als kreativ und kunstvoll waren. Jetzt aber lachen die Disneyfiguren Winnie Puuh und seine Freunde vorbeikommende Radfahrer und Spaziergänger an.

Gemeindepfarrer unterstützt Fassadengestaltung

„Klar, das machen wir. Wann bekommen wir schon mal so eine große Fläche geboten, an der wir uns künstlerisch austoben können“, freute es die Gemeindepädagogin Cornelia Beyer. Zuvor hatte Andreas Hans als Eigentümer und Mitglied der Kirchgemeinde eine künstlerische Fassadengestaltung durch Jugendliche gegenüber dem Nerchauer Gemeindepfarrer Markus Wendland geäußert, der es als „gute Idee“ seinerseits gerne aufgegriffen und an die Junge Gemeinde herangetragen hatte.

Hauseigentümer stellt Farben und Pinsel

„Bisher haben Unbekannte nur ihre unmöglichen Schmierereien an der Fassade hinterlassen“, beklagte der Gebäudeeigentümer. Abgesehen davon, dass schon dreimal eingebrochen wurde und die Polizei „nicht besonders aktiv“ sei, habe er immer mal vom Ordnungsamt ein Schreiben bekommen, in dem er aufgefordert wurde, verfassungsfeindliche Symbole am Gebäude zu entfernen. „Mit dieser Aktion haben wir nun einen schönen Weg gefunden und hoffen darauf, dass das Geschaffene möglichst lange hält, auch wenn diesbezügliche Erfahrungen der vergangenen Jahre eher negativ waren“, sagte Hans, der dafür auch Farbe und Material im Wert von etwa 300 Euro zur Verfügung gestellt hatte.

Und in der Tat, erste kleinere Schmierereinen am neuen Kunstwerk der Jugendlichen haben nicht lange auf sich warten lassen, wie Anja Altner schon feststellen musste. „Dieser Schuppen ist schon einmal von der Jungen Gemeinde – damals noch unter Pfarrer Arno Leye – angemalt worden, was leider auch durch Schmierfinken kaputt gemacht wurde“, ärgerte sie sich noch immer darüber.

Künstler feiern sich und ihr Bild

Doch der Optimismus der künstlerisch tätig gewordenen Jugendlichen ist ebenso offenkundig wie Winnie Puuh und alle seine Freunde, die jetzt auf der Fassade strahlen. „Ja warum Winnie Puuh? Das war der Wunsch eines fünfjährigen Jungen aus Nerchau, der mit seinen Eltern hier vorbei kam und sah, dass wir mit dem Malen begonnen haben. Und genau das haben wir umgesetzt, weil wir es wichtig finden, dass sich die Nerchauer mit ihren Wünschen und Ideen in so einem Projekt einbringen und widerspiegeln können“, sagte die Gemeindepädagogin am Rand einer kleinen Einweihungsfeier, die auf Kosten des Gebäudebesitzers ging.

Von Frank Schmidt

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