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Grimma Winterspaß in Badehose und Bikini: Bad Lausicker „Riff“ in den Ferien gut besucht
Region Grimma Winterspaß in Badehose und Bikini: Bad Lausicker „Riff“ in den Ferien gut besucht
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13:07 23.02.2018
Kontrolle: Im Keller des Freizeitbades wird die Wasserqualität ständig überwacht. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
Bad Lausick

Die Hälfte der Winterferien ist um – für das Bad Lausicker „Riff“ eine Zeit, in der sich die Schwimmbecken mehr als sonst mit Besuchern füllen. „Das haben wir erwartet, doch glücklicherweise war unser Bad nie überfüllt“, sagt Betriebsleiterin Annett Koza. Besucher kommen auch aus dem gerade mal 25 Kilometer entfernten Altenburg oder aus Sachsen-Anhalt – aus Sachsen sowieso. „Sehr angenehm für alle Bundesländer ist dabei, dass die Winterferien nicht überall gleichzeitig beginnen, das gab es ja früher mal.“ So laufe alles in geregelten Bahnen. Trotzdem haben in den Winterferien alle Mitarbeiter des Bad Lausicker Freizeitbades mehr als sonst zu tun. „Jetzt ist unsere Hauptsaison“, betont Annett Koza. Aktuell laufen wieder Schwimmkurse, die für Kinder mit dem Erwerb des Seepferdchens enden. „Die Kurse sind ausgebucht, für die Sommerferien nehmen wir aber schon Anmeldungen entgegen“, so die Betriebsleiterin. Ganz ohne Anmeldung können Besucher in die Tiefen des Bades vordringen. Am kommenden Sonntag von 11 bis 16 Uhr lädt die „Tauchbasis Zwenkauer See“ zum Schnuppertauchen. Im 32 Grad Celsius warmen Wasser kann auf den Neoprenanzug verzichtet werden, so geht es mit Badesachen und einer Pressluft-Ausrüstung ins Sprungbecken. „Hier fällt der Einstieg leichter, denn im See ist es dunkler und viel kälter“, weiß Annett Koza.

Annett Koza: Die Riff-Chefin hat seit fast 18 Jahren die Fäden im Bad in der Hand. Quelle: Bert Endruszeit

Fürs ungetrübte Badevergnügen sorgt unter anderem Klaus-Dieter Bartsch. Der 60-Jährige kümmert sich seit über zwölf Jahren um die Aufsicht am Beckenrand. „Für mich ist es ein perfekter Tag, wenn alle wieder gesund nach Hause gehen können“, sagt er. Ab und an wird seine Stimme etwas lauter, denn nicht jeder hält sich an die Regeln. Doch seine Augen können nicht überall sein. Aus diesem Grund haben generell die Eltern die Aufsichtspflicht. Ein Stück mehr Sicherheit für die kleinsten Badegäste geben übrigens Schwimmflügel, die vor Ort verliehen werden. Gerade für den schnellen Strömungskanal sind die unabdingbar. Zwei bis drei Mitarbeiter kümmern sich im Bad ständig um die Aufsicht, verstärkt wird die Truppe derzeit durch drei Auszubildende. Fachangestellte für Bäderbetrieb lautet deren künftige Berufsbezeichnung. „Ab August werden wir wieder eine neue Ausbildung starten“, kündigt Annett Koza an. Interessenten können sich bereits jetzt melden. „Das ist eine sehr sportliche Ausbildung, die körperlichen Voraussetzungen sollten stimmen.“ Schließlich gehört zu dieser Lehre auch Schwimmen und Tauchen mit Bekleidung. „Doch es lohnt sich, diese Leute werden überall gesucht“, weiß Klaus-Dieter Bartsch.

Während der Bademeister für alle sichtbar ist, wird im Keller des Freizeitbades eher im Verborgenen gearbeitet. Doch dort schlägt gewissermaßen das Riff-Herz. Eine nagelneue elektronische Messanlage prüft beispielsweise ständig den pH-Wert des Wassers. „Das sollte immer etwas saurer als das normale Trinkwasser sein, denn so wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut geschützt“, erklärt Annett Koza. Eine Bitte hat die Riff-Chefin noch: „Jeder sollte vor dem Baden unbedingt duschen, denn selbst ein flüchtiges Duschen verringert den Schmutz im Wasser um rund 95 Prozent.“ Insgesamt gibt es im Bad sechs separate Wasserkreisläufe, jeder wird ständig überwacht. Auf die Elektronik allein verlässt sich dabei niemand – zweimal täglich wird das Wasser von Hand überprüft. Im Keller des Bades dreht sich übrigens nicht alles ums Wasser – dort gibt es sogar ein eigenes Kraftwerk, das sämtlichen Strom selbst produziert. Apropos produzieren: Manchmal wird sogar das Wetter selbst gemacht. Denn zum Bad gehört auch eine Wetterstation. Die Sensoren reagieren auf die kleinste Veränderung. „Einmal hatten wir den Rasensprenger an. Prompt riefen Wetterexperten aus Stuttgart an und wunderten sich, warum es in Bad Lausick Bindfäden regnet, der Wetterbericht aber etwas ganz anderes sagte“, erinnert sich Annett Koza.

Von Bert Endruszeit

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