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"Wir müssen mit dem Wasser leben"

"Wir müssen mit dem Wasser leben"

Das Muldewasser sorgte dafür, dass das Eingangstor mit einer Wucht nach innen gedrückt sowie die Boote und Skulls durcheinander gewirbelt wurden. Drei Meter hoch stand das Wasser im Erdgeschoss.

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Totalschaden: Der Bootssteg wird durch die Mulde total zerstört. Trainer Dustin Haßler hofft, dass er bald wieder genutzt werden kann.

Quelle: Cornelia Braun

Nur das Obergeschoss blieb verschont, dass der Triathlon und Radsport nutzen.

"Wir versuchten noch vor der Flut, einige Boote zu retten", erklärte Dustin Haßler (23), Trainer und Übungsleiter beim Ruderverein. Allerdings musste unter anderem der Achter aufgrund seiner Länge von 19 Meter zurück gelassen werden. "Es war unbeschreiblich, wie es am 6. Juni aussah, als wir das Bootshaus das erste Mal betraten", erinnerte sich der 25-Jährige. Noch am 5. Juni stand das Wasser im Bootshaus, dem ehemaligen Pferdestall der Großmühle. Nach der Flut 2002 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Grimma über.

"Wir waren von den vielen fleißigen Helfer überwältigt, die in den letzten Tagen mit zupackten", sagte der Vereinsvorsitzende von Below. Nun sei Trocknen angesagt. Dabei betonte von Below, dass die 30 Mitglieder des im Jahr 1902 gegründeten Vereins weiterhin zur Stange halten und sich kein neues Domizil suchen wollen. "Wir sind der Meinung, dass wir mit dem Wasser Leben müssen. Doch Wasser braucht seinen Platz, auch wenn eine Mauer gebaut werden sollte", sagte der Vereinsvorsitzende. So traurig, wie die Situation sei, so hätten die letzten Tage das Team zusammengeschweißt. "Viele nahmen sich selbst Urlaub, um das Bootshaus zu säubern", erzählte er.

"Wir sind jetzt als erstes daran interessiert, dass das Haupttor und der Bootssteg instand gesetzt werden", meinte Haßler mit Blick auf den Trainingsbeginn. "Wir haben 20 Kinder und Jugendliche mit denen wollen wir voraussichtlich wieder in drei Wochen trainieren", ist er optimistisch.

"Wir hatten einen Anruf aus Trebsen, ob wir unseren Bootssteg vermissen, da sie einen gefunden haben", erzählte der Trainer. Aber der Bootssteg des Vereins beffand sich immer noch an der Hängebrücke und war durch die Flut zwar zertrümmert worden, blieb aber aufgrund der zusätzlichen Seilabsicherung an Ort und Stelle. Viele Arbeitsstunden und Material müssen jedoch aufgewendet werden, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Wenn der Trainingsbetrieb auch wieder beginnt, so wird es lange dauern, bevor wieder voll trainiert werden kann, da viele Boote und Skulls dem Muldewasser zum Opfer fielen. Deshalb hofft der Verein, dass die Spendenbereitschaft an den Türen des Vereins nicht aufhört.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2013

Cornelia Braun

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