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Grimma Wirbelsturm fegt 50 Bäume weg - aber Camp in Mutzschener Mühle bleibt
Region Grimma Wirbelsturm fegt 50 Bäume weg - aber Camp in Mutzschener Mühle bleibt
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00:33 10.08.2015
Aufräumarbeiten: Thomas Dittmann ist noch immer mit Aufräumungsarbeiten im Park beschäftigt, das der Wirbelsturm große Schäden hinterließ. Quelle: Thomas Kube
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. Beinahe fiel das zweite Camp ins Wasser, da ein Wirbelsturm im Juli das Gelände verwüstete. Gegenwärtig sind die Mitglieder der Wohngruppe unter Anleitung ihrer Chefin Jacqueline Dubiak (41) und des Miteigentümers der Mühle, Thomas Dittmann (44), noch dabei, die Schäden auf dem Gelände zu beseitigen.

"50 Bäume beschädigte der Wirbelsturm im Park auf dem Mühlengelände.Wie Streichhölzer drehte er die Spitzen der Bäume ab", erinnert sich Thomas Dittmann. Einige Bäume krachten auf die Zelte des Camps. "In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli fielen innerhalb von 40 Minuten 54 Liter Regen pro Quadratmeter auf das Gelände. Das Mutzschener Wasser konnte diese Mengen gar nicht fassen und überflutete den Park", so Thomas Dittmann. "Erst am nächsten Tag erkannten wir, was das Unwetter angerichtet hatte. Zum Glück waren die Kinder abgereist. Doch auch wenn die Kinder dagewesen wären, hätten sie einen sicheren Unterschlupf in der Mühle gefunden. Pünktlich vor Beginn des ersten Camps wurden die Küche und der Sanitärraum fertig. "Eigentlich wollten wir die Camp freie Woche nutzen, um uns auszuruhen", sagt der Leiter des Schullandheimes Olganitz. Vielmehr hatten er und die Wohngruppe alle Hände voll zu tun, um das Gelände von Bäumen und Ästen zu beräumen, Unterstützung erhielten sie von den eigenen Familien und Nachbar Lothar Käse (74). So sägten sie wie die Weltmeister, um die Gefahrenstellen im Gelände zu beseitigen. "Derzeit liegen die beschädigten Bäume auf einem abgegrenzten Terrain.Wir versuchen, Abnehmer für das Holz zu finden", erzählte er. Die zerstörten Zelte wurden ersetzt. Auch das Dach der Scheune wurde durch einen umgestürzter Baum zerstört. "Es konnte erst einmal mit fachmännischer Unterstützung geflickt werden", erklärt Dittmann. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von etwa 45 000 Euro.

"Wir freuen uns trotzdem auf die avisierten 20 Kinder, die am Sonntag anreisen werden", sagt er. Die amerikanische Investorin Deborah Hey, die ein Motorrad-Motel im Schloss Mutzschen eröffnen will, habe auch angefragt, ob sie ihre Kinder für das Camp anmelden kann. "Wir sind gespannt, ob sie kommen", so Thomas Dittmann, der sich künftig weitere Synergien zwischen dem Schloss und der Mühle vorstellen kann. 

Wie der Name des Camps "Natur-Abenteuer pur" sagt, wird sich auch in der dritten Campbelegung alles um das Thema Natur drehen. So wird es unter anderem einen Survivalparcour, eine Armyschlauchboottour auf der Mulde und einen Wollfilzkurs geben. Eine Kräuterexkursion, deren Ausbeute am Abreisetag mit Eltern und Kindern in Form von Kräutersuppe und Kräuterbrot verkostet wird, steht ebenso im Programm.

"Bisher nahmen 45 Mädchen und Jungen aus ganz Sachsen an den ersten zwei Belegungen in Mutzschen teil. Viele kündigten an, im nächsten Jahr wieder herzukommen", freut sich Thomas Dittmann. Bis dahin soll das Mühlengelände weiter saniert werden. So ist schon im Herbst angedacht, dass Mühlencafé zu eröffnen. Gegenwärtig werden auch zwei Wohnungen ausgebaut. "Wir wollen auch das Dach des Stalles decken, und die Internetpräsenz der Mühle auf den Weg bringen", zählt der 44-Jährige auf.

Kontaktdaten: SLH.Olganitz@t-online.de, Muehle.mutzschen@web.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Cornelia Braun

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