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Grimma Wirt des Grimmaer Kräutergewölbes brutal überfallen
Region Grimma Wirt des Grimmaer Kräutergewölbes brutal überfallen
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10:18 26.07.2010
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Grimma

Er wurde in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend, kurz vor Mitternacht, im Grimmaer Bahnhofspark durch drei Unbekannte überfallen und brutal zusammengeschlagen.

Mit dem Zug war der 53-Jährige aus Leipzig gekommen und mit wenigen weiteren Mitreisenden in Grimma ausgestiegen. "Ich ging durch den Bahnhofspark, in dem es ziemlich dunkel ist", erzählt Zeugner, "und blieb in Höhe des einstigen Panzerdenkmals stehen, um mir ein T-Shirt aus der Tasche zu nehmen. Plötzlich höre ich hinter mir Stimmen und drehe mich um, und schon kommen drei junge Männer auf mich zugestürmt und brüllen: Geld her, oder wir schlagen dich tot!" Bevor er noch hätte reagieren können, sei es schon zur Sache gegangen. "Sie schlugen mich abwechselnd ins Gesicht, auf den Kopf, traten auf meinen Körper ein, als ich am Boden lag..." Etwa fünf bis zehn Minuten hätten die drei, die in sächsischer Sprache immer wieder Drohungen aussprachen, massiv auf ihn eingeschlagen und getreten. "Ich erlitt Todesangst, hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen. In meiner Geldbörse waren rund 50 Euro, die hätte ich denen doch gerne gegeben, wenn sie von mir gelassen hätten. Aber ich glaube, darum ging es ihnen gar nicht mehr."

Unter lauten Hilfeschreien habe sich Zeugner schließlich in Richtung Leipziger Straße bewegt. "Dort hielt zuerst ein Auto an, fuhr jedoch gleich weiter", sagt er. Das Fahrzeug sei aber wohl sein Glück gewesen, denn die drei hätten da von ihm abgelassen und seien in Richtung Bahnhof gerannt. Ein junges Pärchen entdeckte schließlich den Schwerverletzten und brachte ihn in die Notaufnahme des Krankenhauses. Die Kriminalpolizei und die Gerichtsmedizin nahm sich mittlerweile des Falles an. "Viele Hinweise kann ich leider nicht geben", sagt Ecki Zeugner, "denn es war so dunkel im Park, dass ich keinen erkannt habe und wohl keinen wiedererkenne." Der Grimmaer ist gegenwärtig nicht nur körperlich ganz unten, auch psychisch. "Was bewegt solche Menschen nur?", fragt er sich. Und weiß, dass er wohl spätabends nicht mehr allein auf dunklen Wegen in Grimma gehen wird.

sho

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