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Grimma Wohnungsgenossenschaft Grimma: 92,5 Prozent des Bestandes sind vermietet
Region Grimma Wohnungsgenossenschaft Grimma: 92,5 Prozent des Bestandes sind vermietet
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18:00 27.06.2017
Im Neschwitzweg profitieren 16 Eingänge von der Sanierung der Wohnungsgenossenschaft Grimma. Im Sinne der als Weltkulturerbe aufgenommenen Genossenschaftsidee wurde ein Fassadengiebel gestaltet.  Quelle: Frank Prenzel
Grimma

 Auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr blickt die Wohnungsgenossenschaft Grimma. Zur jetzigen Vertreterversammlung konnte der kaufmännische Vorstand René Nauck für 2016 einen Jahresüberschuss von 63 000 Euro vermelden. Damit sei die Ergebniserwartung, die eine schwarze Null vorsah, übertroffen worden. Das Geld wurde nicht ausgeschüttet, sondern wird in den Bestand investiert. Die Bilanzsumme der 1548 Mitglieder und 1472 Wohnungen zählenden Genossenschaft lag im vorigen Jahr bei 49,1 Millionen Euro. „Wir stehen auf sehr soliden wirtschaftlichen Füßen“, sagt Nauck.

45 der insgesamt 53 Vertreter waren anwesend und erfuhren weitere Fakten. So investierte das Wohnungsunternehmen im zurückliegenden Jahr 2,1 Millionen Euro. 83 Pkw-Stellplätze im Westen der Stadt wurden geschaffen, größere Instandhaltungen an zwei Gebäuden vorgenommen, die Fassaden zweier Häuser in der Straße der Jugend neu angestrichen, in fünf Gebäuden neue Schließanlagen und Brandschutztüren eingebaut. In der Investitionssumme stecken 538 000 Euro, bei denen die sechs (jetzt fünf) eigenen Handwerker zum Einsatz kamen. „Das ist unsere schnelle Eingreiftruppe“, sagt Nauck und nennt die Gewerke Maler, Fußboden- und Fliesenleger, Klempner und Dachdecker. „Bei nötigen Reparaturen können wir mit ihnen schnell reagieren.“ Sie seien auch bei der Vorrichtung neu zu vermietender Wohnungen wichtig. Immerhin werden pro Jahr 80 bis 100 Wohnungen der Genossenschaft neu bezogen.

„Unsere Vermietungsquote lag Ende 2016 bei 92,5 Prozent“, so Nauck. Umgekehrt heißt das: 7,5 Prozent des Bestandes stehen leer. Mit aufwendigen Sanierungsprojekten will die Genossenschaft diese Zahl weiter drücken. Auch rund zwei Millionen Euro Schulden hat sie in den vergangenen Jahren abgebaut, Ende 2016 betrugen die Kredit-Verbindlichkeiten 14,6 Millionen Euro. In diesem Jahr werde sich die Verschuldung nicht erhöhen, erklärt Nauck.

Der Vorstand ist auch stolz auf die „fairen Mieten“. Im vorigen Jahr kostete der Quadratmeter im Durchschnitt 6,66 Euro warm. Damit liege die Genossenschaft unter dem Schnitt des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (6,90) und auch unter dem Landkreis-Schnitt (6,83), erläutert Nauck. Bei den Nebenkosten kann die Genossenschaft ebenfalls punkten.

Im Neschwitzweg 1 bis 31 investiert das Unternehmen in diesem Jahr 1,6 Millionen Euro. Hier profitieren 16 Eingänge und damit 160 Wohnungen von der groß angelegten Sanierung. 2018 will es 4,2 Millionen Euro in die Hand nehmen. Dann wird wie berichtet die Straße der Einheit 8 bis 11 barrierearm umgebaut und rundum erneuert. Denn es gehe darum, der Nachfrage an solchem Wohnraum gerecht zu werden, sagt Nauck. Die Menschen würden eine moderne Ausstattung wollen, ein vernünftiges Wohnumfeld und eine gute Betreuung. Für die nächsten zehn Jahre plane die Genossenschaft deshalb, rund 15 Millionen Euro zu verbauen, verdeutlicht der Vorstand. Schwerpunkte würden in Süd und West sein, auch die Turmstraße im Norden der Stadt zählt zu den Vorhaben.

Von Frank Prenzel

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