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Grimma Zehn Prozent mehr Straftaten im Landkreis
Region Grimma Zehn Prozent mehr Straftaten im Landkreis
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17:26 19.05.2015
Immer mehr Aufbrüche: Die Zahl derartiger Delikte ist 2012 deutlich gestiegen. Quelle: Archiv

Der verkündete Trend gilt auch für den Landkreis Leipzig. Dort seien im vergangenen Jahr 17599 Straftaten registriert worden und damit fast zehn Prozent mehr als in den zwölf Monaten zuvor.

Im Jahr 2011 wurden noch 16030 Fälle erfasst, im vergangenen Jahr waren es 1569 Delikte mehr - ein Plus von 9,8 Prozent. Noch mehr stieg die Zahl der Fälle im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Statt 5995 Delikte pro 100000 Einwohner im Jahr 2011 waren es in der aktuellen Auflistung 6635, eine Steigerung um 10,7 Prozent. Da gleichzeitig die Aufklärungsquote von 56,2 Prozent auf 53,6 Prozent fiel, stieg die Zahl der nicht aufgeklärten Fälle von 7014 auf 8171 - ein sattes und sicherlich unerfreuliches Plus von 16,5 Prozent.

Von den ermittelten Tatverdächtigen waren 75,7 Prozent männlich, nur ein knappes Viertel weiblich. Die meisten von ihnen (83,2 Prozent) waren erwachsen, 6,8 Prozent jugendlich und 2,9 Prozent waren noch Kinder. Deutlich überwog bei den Tatverdächtigen die Zahl der deutschen Staatsbürger (93,8 Prozent), allerdings stieg der Anteil der nichtdeutschen von 5,0 auf 6,2 Prozent.

Für die deutliche Steigerung der Gesamtzahl der registrierten Straftaten sind vor allem Diebstahlsdelikte verantwortlich. 4714 Fälle von Diebstahl unter erschwerten Umständen stehen 2012 in der Statistik, ein Plus von 869 oder 22,6 Prozent. Beim Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen wurden 772 Delikte erfasst, eine Steigerung um 160 Fälle und 26,1 Prozent. Vermögens- und Fälschungsdelikte - dazu zählt Betrug - tauchen in der Sliste des Ministeriums 3071 Mal auf, 495 Mal häufiger als im Vorjahr (plus 19,2 Prozent).

Die deutlichste prozentuale Steigerung gab es bei Straftaten gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz: 160 Fälle statt 96 im Vorjahr, ein Plus von 66,7 Prozent. Auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (144 statt 111, plus 29,7 Prozent) und Rauschgiftdelikte (511 statt 430, plus 18,8 Prozent) wurden deutlich häufiger registriert. Straftaten "gegen das Leben", wie die Polizei es nennt, gab es 17, fünf weniger als 2011. Auch Körperverletzungen gingen von 1335 auf 1246 zurück (minus 6,7 Prozent)., Sachbeschädigungen von 1954 auf 1782 (minus 8,8 Prozent) und Ladendiebstahl von 1003 auf 933 (minus 7,0 Prozent).

Die Steigerungsraten speziell im Diebstahlbereich sieht Frank Gurke, Leiter des für das Muldental zuständigen Reviers in Grimma, mit Sorge. Völlig überraschend kommen die Zahlen für ihn aber nicht. "Wir liegen im Speckgürtel des Brennpunktes Leipzig", sagt er, "das strahlt aus." Zudem gebe es Verkehrsadern, über die man schnell in den Osten komme. Und selbst steigende Metallpreise hätten Einfluss auf die Diebstahlhäufigkeit. Die Aufklärungsarbeit sei besonders dann schwierig, wenn es sich um überregional agierende Tätergruppen handele, räumte er ein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2013

Heinrich Lillie

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