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Grimma Zeichen bei Naunhofer Kletterwald stehen auf Annäherung
Region Grimma Zeichen bei Naunhofer Kletterwald stehen auf Annäherung
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14:23 19.05.2015
Aktivität unterm Blätterdach: Der Kletterwald am Albrechtshainer See ist gefragt, zeitnah sollen jetzt die Baustellen in Angriff genommen werden. Quelle: Roger Dietze

Schattenseiten gibt es dort aber auch im übertragenen Sinne, wenngleich sich hinsichtlich der Probleme mit der Stadt Naunhof eine Wendung hin zum Licht abzeichnet.

Als Karsten Möller, der den Kletterwald mit einem Partner angelegt hatte, sich im vergangenen Jahr entschied, die Geschäfte solo weiterzuführen, geschah dies nach eigenem Bekunden unter der Voraussetzung, dass sich die Zusammenarbeit mit der Kommune zum Besseren wendet. Danach habe es zunächst ausgesehen; bei einem Vororttermin sei man übereingekommen, die Kläranlagenproblematik gemeinsam angehen und sich regelmäßig treffen zu wollen. "Die Stadt hat die Pacht herunter gesetzt, und wir haben einen Konsens hinsichtlich der Verpflichtungen auf dem Areal gefunden", so der 45-Jährige.

Die Stadt allerdings habe ihren Absichtserklärungen keine Taten folgen, ihn vielmehr mit den Problemen inklusive der alten Kläranlage im Regen stehen lassen. "Ich bin sehr enttäuscht, weil ich es gewohnt bin, dass man vernünftig miteinander redet, um Lösungen für Probleme zu suchen", so der Kletterwald-Betreiber, der jedoch Zeichen für eine Annäherung auszumachen glaubt. "Die Stadt unterschreibt am Montag den neuen Pachtvertrag, der Kläranlagen-Neubau wird in der Woche darauf in Angriff genommen", kündigt Möller an.

Nicht die einzige Baustelle, über die er sich sorgt. Das Pfund, sprich der alte Baumbestand, mit dem der Kletterwald in mehrfacher Hinsicht wuchern kann, bereitet ihm derzeit Kopfzerbrechen. An vielen Bäume würden sich braune Blätter zeigen, und die Gründe dafür lägen im Dunkeln. "Schädlinge scheinen es nicht zu sein, unser Baumexperte vermutet vielmehr, dass es in irgendeiner Weise mit dem Grundwasserstand zusammenhängen könnte", so Möller.

Weiter zählt er auf: Die Zäune sind reparaturbedürftig, das Dach des Empfangs- und Bürogebäudes auch. Hinzu gesellt sich mit der Klärgrube eine seit Langem tickende Zeitbombe, die nur mit einer zig Mal verlängerten Ausnahmegenehmigung betrieben werden darf.

Ganz zu schweigen vom winterlichen Frühjahr 2013. "Das waren ganz schwere Wochen für uns." Die diesjährige Saison verlaufe bisher durchschnittlich gut. Es gebe weniger Individual-Gäste, dafür ein Plus bei Buchungen durch Vereine, Firmen, Verbände. "Das hat sicher mit unseren vielfältigen Rabattmodellen zu tun", so Möller, der Übernachtungsgästen neben den beiden Bungalows mit vier "Pods" - Matratzenlagern für zwei Personen beziehungsweise Familien und größere Gruppen - zusätzliche Angebote bereitstellt. Ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. "Wir haben seit der Eröffnung keinen ernsthaften Unfall gehabt, und unser hoher Personalbestand ist ein Garant dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt", sagt er. Zurzeit sei er auf der Suche nach Mitarbeitern unter anderem im Bürobereich. "Auch Qualifizierungen im Rettungsbereich sind bei uns möglich", lässt er wissen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.07.2014
Dietze, Roger

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