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Zeichnungen Grimmaer Kinder im Reisegepäck nach St. Petersburg

Projekt Zeichnungen Grimmaer Kinder im Reisegepäck nach St. Petersburg

Von Donnerstag bis zum Pfingstsonnabend sind Zeichnungen der Hohnstädter Kunstgruppe „Kunstgeister“ im Deutsch-Russischen Begegnungszentrum am berühmten Newski Prospekt in St. Petersburg zu sehen. Die kurze Ausstellung ist der Auftakt für ein ungewöhnliches Projekt, das sich „Sprachgut weckt Kunstgeist“ nennt.

Die „Kunstgeister“ aus der Grundschule Hohnstädt um Kursleiterin Annett Antonia Gräske.

Quelle: schule

Grimma. Einmal in der russischen Metropole St. Petersburg auftreten oder ausstellen – davon träumen viele gestandene Künstler. Für die Mädchen und Jungen der Hohnstädter „Kunstgeister“ geht dieser Traum gerade in Erfüllung. Von Donnerstag bis zum Pfingstsonnabend sind Zeichnungen der kleinen Künstler im Deutsch-Russischen Begegnungszentrum am berühmten Newski Prospekt zu sehen. Die kurze Ausstellung ist der Auftakt für ein ungewöhnliches Projekt, das sich „Sprachgut weckt Kunstgeist“ nennt.

Kontakt mit Begegnungszentrum

Doch der Reihe nach. Die freiberufliche Künstlerin Annett Antonia Gräske, die in Hohnstädt lebt und arbeitet, leitet an der Grundschule ihres Heimatortes im Rahmen der Ganztagsangebote seit 2012 den „Kunstgeister“-Kurs. Derzeit gehen ein Dutzend Drittklässler mit ihr die ersten Schritte der Malerei. Bei Recherchen in St. Petersburg bezüglich ihrer eigenen Malerei zu Komponisten, die in Russland wirkten, kam Gräske auch in Kontakt mit dem Deutsch-Russischen Begegnungszentrum. Mit dessen Leiterin sei die Idee entstanden, „etwas gemeinsam zu machen“, erzählt sie. Und so konzipierte Gräske ein Projekt, in dem über Grenzen hinweg mit Hilfe der Malerei ein Dialog entstehen soll. „Kunst ist das Sprachrohr“, sagt die Hohnstädterin. Und für die Kunst sorgen zunächst die „Kunstgeister“ aus Hohnstädt. Im letzten Schulhalbjahr malten sie unter dem Motto „Auf dem Weg zur Schule“ und hielten so ihre Beobachtungen im Heimatort fest. Mit zehn dieser Bilder im Gepäck fliegt Gräske am Donnerstag nach St. Petersburg, wo die Ausstellung im Begegnungszentrum am Abend eröffnet wird. An der Seite der Künstlerin ist der Leipziger Pianist Igor Gryshyn, der zur Vernissage russische Musik spielt, während Gräske mit deutscher Lyrik aufwartet. Beim Rückflug am Pfingstsonntag gehen die Passepartouts wieder mit auf Reisen, um sie demnächst im Mehrgenerationenhaus „Alte Feuerwehr“ in Grimma zeigen zu können.

Grimmaer Verein unterstützt Projekt

Im Grimmaer Verein F.A.K.T. fand Gräske rasch einen Unterstützer des Projektes. „Wir sagten sofort Ja, weil wir die Sache gut finden“, so Vereinschefin Steffi Selzer. Der Verein stellte bei der Stiftung West-Östliche Begegnungen mit Sitz in Berlin einen Antrag auf finanziellen Zuschuss – mit Erfolg. 560 Euro bewilligte die Stiftung, die Begegnungen der Völkerverständigung fördert, für das Projekt. Die Summe deckt aber nur einen Teil der Kosten. Deshalb suchen die Organisatoren weitere Unterstützer, die zum Erfolg beitragen wollen. „Es geht um Bildung, um kulturellen Austausch und um unseren Nachwuchs“, so Gräske.

Die Projektmacher hoffen, dass sich in St. Petersburg Deutsch lernende Kinder von den Zeichnungen inspirieren lassen und gleichfalls ihr Umfeld malen. Diese Ergebnisse sollen eines Tages in Grimma zu sehen sein. „In Russland ticken die Uhren zwar anders, aber ich sehe die Begeisterung des Zentrums“, ist Gräske optimistisch, dass ein Dialog entsteht und so das Interesse an fremden Kulturen geweckt wird. In einem nächsten Schritt soll dann ein „Heft der Begegnung“ entstehen. Nach Gräskes Vorstellung speist es sich aus den Kunstwerken der Hohnstädter und St. Petersburger Teilnehmer, kombiniert mit Firmenpräsentationen der hiesigen Region. Die Unternehmen könnten darin Perspektiven zur Ausbildung bei sich aufzeigen. Mit Projektende soll in den mitwirkenden Kulturzentren und Schulen sowie auf Ausbildungsmessen das Heft Interessenten zur Verfügung stehen.

Unterstützer und interessierte Firmen können sich bei Steffi Selzer (03437/892614) oder Annett Antonia Gräske (03437/915597) melden.

Von Frank Prenzel

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