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Grimma Zeitreise mit Ritterspielen und alter Musik in Döben
Region Grimma Zeitreise mit Ritterspielen und alter Musik in Döben
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14:25 19.05.2015
Turniere hoch zu Pferd und Ritterspiele fanden an beiden Tagen des Mittelalterspekakels großes Interesse beim Publikum. Fotos: Roger Dietze Quelle: Roger Dietze

igsten zu führen. Albrecht von Brandenburg konnte sich beim großen "Turney" auf der einstigen Reichsburg unter anderem gegen keinen Geringeren als den einst mächtigen und später bei Kaiser Barbarossa in Ungnade gefallenen sächsischen Herzog Heinrich den Löwen durchzusetzen.

Aber historische Fakten spielten bei der zweiten Auflage der bunten Familienveranstaltung hoch über der Mulde nur eine untergeordnete Rolle. "Uns geht es in erster Linie darum, dass die Leute Spaß haben", fasste Veranstalterin Sandra Lehmann das Anliegen der bunten Truppe namens "Heiterhaufen" zusammen. Wobei mit "die Leute" auch ausdrücklich kleine Leute gemeint seien. "Wir legen großen Wert auf kinderfreundliche Angebote", so die Veranstalterin. Entsprechend zugeschnitten präsentierte sich das Programm an beiden Veranstaltungstagen, wurden Märchenlesungen ebenso wie Kinderritterturniere geboten. Parallel dazu konnte sich die Elternschaft über einen Scharlatan amüsieren, ihre Stirn über die medizinischen Ergüsse eines Medicus in Falten legen oder sich wahlweise an den diversen rustikalen Gaumenfreuden erfreuen. Höhepunkte an beiden Tagen stellten zwei Turniere zu Pferde sowie Fechtdarbietungen der "Muldentaler Raufbolde" dar, hinter denen sich die drei Grimmaer Brüder Alexander, Daniel und Karsten Röhner verbergen. Sie drangen in den vergangenen Jahren tief ins Mittelalter ein. Nach Ausflügen in die große weite Welt der Reenactment genannten Schlachten- und Historiendarstellungen haben die drei nach eigener Aussage ihr mittelalterliches Wirken auf die Region rund um Grimma beschränkt. "Das Reisen mit der schweren Ausrüstung ist für uns, die wir die Sache ausschließlich als Hobby betreiben, zu aufwendig", so Alexander Röhner, der als nicht mit Waffen angreifbarer Bannerträger noch den ungefährlichsten Job der drei hat. "Die Verletzungsgefahr ist in der Tat sehr hoch, weshalb wir entsprechend vorsichtig und stets geschützt zu Werke gehen müssen", so Daniel Röhner, der mit seinen Brüdern über den Döbener Weihnachtsmarkt den Weg zum Mittelalterfest fand. Letztereres soll laut Veranstalterin Lehmann eine feste Institution in dem Grimmaer Ortsteil werden. "Das Schlossgelände ist ein Kleinod, es eignet sich ideal dazu, um auf ihm ein gemütliches Mittelalterfest zu organisieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2015
Roger Dietze

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