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Grimma Zschoppacher Grundschule räumt bei landesweitem Wettbewerb ab
Region Grimma Zschoppacher Grundschule räumt bei landesweitem Wettbewerb ab
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11:35 09.11.2016
Grenzenloser Spielspaß: Schulsozialarbeiterin Virginie Loesch hat für die Zschoppacher Grundschüler bei einem landesweiten Wettbewerb abgeräumt. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma/Zschoppach.

Es hat den Anschein, als ob das, was Virginie Loesch anfasst, zu Gold wird. Zumindest im Zusammenhang mit dem landesweiten Wettbewerb „Spielen macht Schule“. Im vergangenen Jahr räumte die beim Berufs- und Sozialwerk Muldental angestellte Schulsozialarbeiterin für die Grundschulen Zschoppach und Mutzschen im Rahmen ihrer Bewerbung für letztere Bildungsstätte gleich in allen drei ausgeschriebenen Kategorien ab, und selbiges Kunststück gelang ihr in diesem Jahr noch einmal mit ihrer Zschoppacher Bewerbung. Ein Kunststück, das keinem anderen Bewerber gelang, und das vom sächsischen Kultusministerium, das den 2007 vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ aus Frankfurt/Main initiierten Wettbewerb unterstützt, entsprechend lobend hervorgehoben wird. Die Jury sei von der Bewerbung der Zschoppacher Bildungsstätte „besonders beeindruckt“ gewesen, hieß es.

Ganz konkret können sich die Erst- bis Viertklässler der Bildungsstätte im Grimmaer Ortsteil über eine Solar- und Windkraft-Miniaturbauteile umfassende Experimentierwerkstatt, über eine umfangreiche Spielesammlung sowie ein Modelleisenbahn-Set freuen. Letzteres enthält laut der Zschoppach-Mutzschener Schulsozialarbeiterin neben dem „rollenden Material“ auch entsprechende Bausätze, die es für die Grundschüler zu montieren gilt.

Weil dies ohne eine zumindest einigermaßen fachkundige Anleitung den Sechs- bis Zehnjährigen nur schwer gelingen wird, ist die Bildungsstätte auf personelle Unterstützung angewiesen. „In Mutzschen habe ich mich im Rahmen des Ganztagesangebotes schon ein wenig in die Materie eingearbeitet, in Zschoppach hoffe ich, im nächsten Schuljahr ein Elternteil für die Betreuung eines solchen Angebotes zu finden“, sagt die 28-Jährige. Ihren Worten zufolge sollen die Experimentierkästen in Zschoppach ebenfalls zur Grundlage eines Ganztagesangebotes gemacht werden. „Hinsichtlich der Spielesammlung schwebt mir ein mit der Bibliothek vergleichbares Ausleihsystem vor, ferner ein Spieleführerschein sowie Spielepaten“, führt die Schulsozialarbeiterin aus, die mit ihrer Bewerbung neben 35 weiteren sächsischen Schulen und Horten ausgezeichnet worden ist. „Dieser Erfolg basiert auf drei, so denke ich, sehr gut durchdachten und originellen Konzepten mit der Schwerpunktlegung auf dem pädagogischen Nutzen sowie der Nachhaltigkeit, aber ein wenig Glück ist bei einer solchen Bewerbung natürlich auch immer vonnöten“, meinte Virginie Loesch.

Hintergrund des bundesweiten Wettbewerbes bildet die (keineswegs neue) pädagogische Erkenntnis, dass beim Spielen und Experimentieren der Weg für das schulische Lernen geebnet wird. Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) sieht das Ziel der Initiative darin, das gemeinsame Spielen im Zeitalter von Fernsehen, Tablet und Smartphone wieder stärker in den Fokus zu rücken. Mittels der Bewegungs-, Familien-, Brett- und Würfelspiele soll der Nachwuchs seinen Wortschatz erweitern, das sinnverstehende Lesen üben sowie einen fairen Umgang mit Konkurrenzsituationen trainieren. Spielen und Lernen schlössen sich nicht aus, sondern ganz im Gegenteil sei das Spielen ein fester Bestandteil der Arbeit in der Grundschule und sollte auch in der Familie einen festen Platz finden.

Von Roger Dietze

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