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Grimma Zu süß - Dänen wundern sich in Großbardau
Region Grimma Zu süß - Dänen wundern sich in Großbardau
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00:33 08.10.2015
Dänische und deutsche Schüler arbeiteten gestern gemeinsam an verschiedenen Schulprojekten. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Großbardau

Seit Sonntagabend haben sie 25 Neuntklässler von der dänischen Insel Fünen zu Gast; gestern begann die Projektarbeit, in der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Staaten herauskristallisiert werden sollen.

"Europäische Begegnung ist wichtig", sagt Christian Strauß (29), Lehrer für Mathematik und Religion. "Wir leben in einer vernetzten Welt, da gehört es dazu, Vorurteile abzubauen." Kommuniziert wird ausschließlich in Englisch, die Gäste haben hier eindeutig die Nase vorn. "Bei ihnen werden Spielfilme nicht synchronisiert, sondern laufen in Originalsprache mit Untertiteln", verdeutlicht Englisch- und Deutschlehrer Thomas Eck (31). Seine dänische Kollegin Britt Stochholm (40) hält es für notwendig, dass die Jugendlichen gerade mit Ländern in Kontakt treten, in denen Englisch als Fremdsprache unterrichtet wird. "Früher sind Lehrer mit ihnen nach London gefahren, um den Wortschatz zu festigen. Inzwischen hat Englisch aber einen anderen Status erhalten, es dient der globalen Verständigung."

In mehreren Arbeitsgruppen suchen die Schüler Unterschiede und Gemeinsamkeiten beim Essen, in der Mode, bei Filmen, Musik und im Schulalltag; ihre Ergebnisse sollen sie morgen, 18.30 Uhr, in einer Abschlussveranstaltung den Eltern präsentieren. Eine Dokumentationsgruppe hält bis dahin alles mit dem Fotoapparat fest. Ihr gehört Anne-Mette Kongsgaard (14) an, die feststellte: "Bis jetzt sehe ich keine großen Differenzen." Dem pflichtete Johann Schallok (16) aus Bad Lausick bei, der die Offenheit und Geselligkeit der Dänen lobte. "Beim Frühstück fiel mir allerdings auf, dass sie nur Wurst essen und nichts Süßes", sagte er. Ein Kontrast, den auch Carl Strunge Dubert (14) beobachtet hat: "Die Deutschen essen am Morgen Nutella und alle Arten von Zucker." Das käme zu Hause bei ihm nie auf den Tisch.

Für Katja Rauchhaupt (38), Deutsch- und Musiklehrerin, sind solche Feststellungen viel wert. "Fremdenfeindlichkeit entspringt oft aus Unwissenheit", erklärte sie. "Kennen lernen kann man sich am besten, wenn man aufeinandertrifft, miteinander spricht und gemeinsam den Alltag gestaltet. Das gilt auch für die Begegnung mit anderen Kulturen."

Frank Pfeifer

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