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Zum Gruseln schön – geisterhafte Kürbis-Fratzen aus dem Landkreis Leipzig

LVZ-Foto-Aktion Zum Gruseln schön – geisterhafte Kürbis-Fratzen aus dem Landkreis Leipzig

Danke für diese schauerlichen Einsendungen! Viele Leser folgten dem LVZ-Aufruf und schickten uns Fotos ihrer Schnitz-Erfolge. Hier zeigen wir die schönsten Bilder.

Wir hatten die Leser dazu aufgerufen, uns ihre schönsten Kürbis-Fotos zu schicken. (Symbolfoto)

Quelle: dpa-Zentralbild

Landkreis Leipzig. Die Tradition ist noch nicht alt, aber inzwischen recht beliebt: Ende Oktober werden Kürbisse für Halloween geschnitzt. Zum Beispiel bei Familie Baaske in Kitzscher. Das eingeschickte Foto ist sehenswert: Ein grimmiger grün-gelber Kürbiskopf beißt in seinen kleinen orangefarbenen Bruder. „Mein Sohn Elias und ich haben die beiden 2014 geschnitzt“, sagt Marco Baaske. Aktuell arbeitet er mit seinen Kindern an vier Kürbisgesichtern, die dann vorm Haus stehen und abends im Kerzenschein leuchten werden. Maximal zwei Wochen würden die Gesellen dort verweilen, „dann verfallen sie langsam“.

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Am 31. Oktober ist Halloween – das Fest der Geistervertreibung. Wir hatten deshalb die schönsten, lustigsten und gruseligsten Kürbisschnitzereien unserer Leser aus dem Landkreis Leipzig gesucht.

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Für die Familie ist Halloween aber noch mehr. Am Nachmittag des 31. Oktober trifft sie sich mit Freunden. Da wird im Garten gegrillt, während die Kinder in ihren Kostümen an den Haustüren klingeln. Die Eltern würden darauf achten, dass die Steppkes nicht nur „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ rufen, sondern auch einen lustigen Spruch auf Lager haben.

„Seit unsere Kinder da sind, findet bei uns Halloween statt, sie mögen das“, sagt auch Susan Müller aus Deutzen. Der achtjährige Luca und die vierjährige Stella schnitzten mit viel Spaß unterschiedliche Gesichter in ihre vier Kürbisse, die Mama in der Gärtnerei kaufte. Mit Begeisterung zünden die Steppkes Abend für Abend die Teelichter darin an.

„Mich selbst interessiert Halloween eher weniger, ich freue mich aber über jeden, der Spaß daran hat, vor allem die Kinder“, sagt Michael Hempel aus Gnandstein. Nett finde er die verschiedenen Dekorationen, besonders die beleuchteten Kürbisse vor den Häusern. Ein schönes Exemplar, das aus dem eigenen Garten stammt, hat jetzt seine zehnjährige Tochter Amelie geschnitzt. Der Kopf schaut eher fröhlich als gruselig in die Welt. Amelie macht es Spaß, verschiedene Gesichter zu schneiden und zu sehen, was am Ende dabei herauskommt, erzählt ihr Vater.

Dieser Brauch stammt aus Irland. Dort lebte der Legende nach Bösewicht Jack Oldfield. Es heißt, er fing mit einer List den Teufel und wollte ihn nur freilassen, wenn er „Jack O“ fortan in Ruhe lassen würde. Der Belzebub ließ sich darauf ein. Als Jack viele Jahre später starb, kam er wegen seiner Taten nicht in den Himmel – aber auch in die Hölle durfte er nicht, weil er den Teufel betrogen hatte. Schließlich erbarmte sich der Teufel und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne...

Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, wurde stattdessen dieses Gemüse ausgehöhlt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitten die Menschen Fratzen hinein, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.

Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland. Mit den zahlreichen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert kam es in die Vereinigten Staaten. Amerikanische Halloweenbräuche verbreiteten sich im Verlauf der 1990er-Jahre in Europa, wo sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika haben sollen.

Ursprünglich soll sich Halloween aus keltischer Tradition herleiten. Der Religionsethnologe Sir James Frazer beschrieb es als „altes heidnisches Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle“. Nachgewiesen sei es seit dem 8. Jahrhundert, als Christen versucht hätten, heidnischen Riten abzuschaffen.

Für die Kelten sei Halloween das Sommerende gewesen, der Einzug des Viehs in die Ställe. In dieser Zeit, so glaubte man, seien auch die Seelen der Toten zu ihren Heimen zurückgekehrt. Begangen wurde das Fest mit Freudenfeuern auf Hügeln und mancherlei Verkleidungen, die der Vertreibung böser Geister dienen sollten.

Von Claudia Carell

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