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Zuwachs geht an Grimma vorbei

Zuwachs geht an Grimma vorbei

Die große Katastrophe nach der Katastrophe ist für die Tourismusbranche in der Region ausgeblieben. Das Juni-Hochwasser habe im Sächsischen Burgen- und Heideland nicht zu roten Zahlen und exorbitanten Einbrüchen bei Übernachtungen geführt, erklärte Tourismusverbandschefin Katharina Sparrer.

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Hochwasser statt Hochkonjunktur: Die Fluten der Mulde sorgten dafür, dass das Grimmaer Hotelgewerbe Einbußen hinnehmen musste.

Quelle: WWW.LEIPZIG-LUFTBILDER.NET

Muldental/Döbeln. Im Muldental rund um Grimma allerdings blieb das Hochwasser nicht ohne negative Folgen.

Der Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland kann sich laut Sparrer - wie ganz Sachsen - über Zuwächse freuen. 1,8 Millionen Übernachtungen verbuchten die 303 im Burgenland bestehenden Hotels, Pensionen und Campingplätze. Wovon aktuell 269 geöffnet seien. Hotels in Grimma und Frankenberg hätten nach dem Hochwasser allerdings noch nicht wieder öffnen können, so Sparrer.

"Nach dem Juni-Hochwasser hatten wir natürlich einen starken Rückgang. Und das Jahresergebnis wäre sicher besser ausgefallen, wenn das zweite Halbjahr normal verlaufen wäre", bilanzierte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. 2002 sei es ähnlich gewesen. Das Interesse der Touristen an der Region sei bis zur Flut so groß gewesen, dass die Einbrüche in den Monaten danach die Bilanz nicht ins Minus gebracht hätten. "So war es dieses Jahr auch. Es kommen immer mehr Ausflügler in die Region", so Sparrer.

Der wegen des Hochwassers im Juni 2013 befürchtete Einbruch im Tourismusgeschäft für ganz Sachsen ist ausgeblieben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Gästeankünfte sogar um 0,6 Prozent auf knapp 6,5 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen verringerte sich geringfügig um 0,1 Prozent auf rund 16,87 Millionen. Im Burgenland ist es genau anders: Während die Zahl der Übernachtungen stieg, sank die Zahl der Gästeankünfte um 0,9 Prozent.

Die Folgen des Hochwassers werden den Verband dennoch weiter beschäftigen. Sparrer: "Die Schäden an Rad- und Wanderwegen sind noch nicht komplett behoben, weswegen wir im Moment auch keine gezielte Werbung für diesen Bereich machen und auch keine Touren anbieten. Da der Muldentalradweg gleichzeitig Teilstrecke des Lutherweges ist, hoffen wir auf schnelle Besserung." Die weitere Vermarktung des Lutherweges bleibt auch dieses Jahr das "wichtigste Projekt im Verband. Wir müssen bis 2015 die Beschilderung komplett haben", so Sparrer.

Das Marketing für die Regionen, die seit vergangenem Sommer unter dem Dach des Tourismusverbandes Leipzig zusammengeschlossen sind, hat die Leipziger Tourismus und Marketinggesellschaft (LTM) übernommen. "Wir konzentrieren uns dieses Jahr verstärkt darauf, eine gemeinsame Corporate Identity zu entwickeln, mit der wir für die Tourismusregion werben können. Das bedeutet, dass wir ein gemeinsames Konzept für alle Mitgliedskommunen der Region erschaffen wollen. Da stehen wir am Anfang", erklärte LTM-Sprecherin Kunath. Die LTM wird von den regionalen Tourismusverbänden beauftragt "und auch kontrolliert", so Sparrer, die davon überzeugt ist, dass sich das Modell bewähren wird. Sparrer weiter: "Es ist eine gravierende Änderung, wenn eine so große Region als touristische Einheit in Erscheinung tritt. Das Marketing dafür will gut vorbereitet sein."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2014
Thomas Lieb

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