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Grimma Zwei Grimmaer radeln tausende Kilometer
Region Grimma Zwei Grimmaer radeln tausende Kilometer
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05:00 27.02.2010
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Grimma

Um dann immer noch eins drauf zu setzen. In diesem Jahr wollen sie mit den Fahrrädern in die beiden Grimmaer Partnerstädte Weingarten in Baden-Württemberg und Bron in Frankreich fahren. Die Tour quer durch Deutschland und nach Ostfrankreich dürfte locker wieder um die 1300 Kilometer lang werden. Ein gewöhnliches Pensum für die Unternehmungen des Seniorenpaares, das seit knapp zwanzig Jahren dem Reisen mit dem Fahrrad frönt. Damals wollte Christl Göthner nicht mehr länger zuschauen, wie ihr sportversessener Mann immer allein mit dem Rennrad unterwegs war. Kurzerhand kaufte sie sich ein Fahrrad und fuhr mit.

Die erste gemeinsame Tour führte 1992 nach Dänemark. Und obwohl die Strecken dort weitgehend flach verlaufen, gesellte sich zum Erlebnis Radtour gleich die Strapaze in Form von reichlich Regen und Wind. Alben und Ordner mit Berichten von 22 Radtouren füllen mittlerweile fast einen kompletten Schrank. Das Paar radelte an der Westküste Schwedens, durch die Toskana, rund um den Bodensee und auf Mallorca, in Holland und in der Bretagne, es überquerte die Alpen und kam bis Venedig – womit die Liste längst nicht vollständig ist. Immer wieder zog es Christl und Peter Göthner nach Norwegen, wo sie seit 1994 viermal mit dem Rad unterwegs waren. Zum einen, weil es ihnen dort so gut gefällt, zum zweiten, weil sie unbedingt bis zur malerischen Inselgruppe Lofoten vordringen wollten. Das gelang erst 2007 beim vierten Mal und Peter Göthner sagt: „Das war fantastisch vom ersten bis zum letzten Tag.“

Fantastisch – wenn vielleicht auch in einem etwas anderen Sinn – war auch die Tour von 2008, als sie Island bereisten und auf der Insel der Geysire auch eine Inlanddurchquerung wagten. Wo Autos oft nur mit Allradantrieb eine Chance haben, passierten sie die Schotterpisten bei Sonne, Sturm und Regen mit ihren Trekkingrädern.

Natürlich, sagt Christl Göthner, komme einem manchmal die Frage in den Sinn: Warum tue ich das? Doch die grandiosen Erlebnisse entschädigen immer wieder für die Strapazen. Ihr Mann formuliert es so: „Das ist eigentlich nichts Besonderes, was wir tun, das kann jeder. Er muss sich nur die kleine Frage beantworten: Will ich das?“

Für das perfekte Abenteuer machen Göthners übrigens von Anfang an bis heute und nur mit ganz seltenen Ausnahmen einen Bogen um Hotels oder Pensionen. Sie reisen mit viel Gepäck an den Rädern, Zelt und einem kleinen Kocher. Was bei Senioren über 70 ein wenig nach Askese klingen mag, ist für Göthners einfach die angenehmste und individuellste Art der Fahrradreise. Und außerdem: „Ich liebe meinen roten Schlafsack“, sagt Peter Göthner und fügt lachend hinzu: „Für eine Kreuzfahrt sind wir noch zu jung.“

André Neumann

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