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16:26 19.05.2015
Mit Spaß und Erfolg bei der Sache: Kathleen aus Leipzig baut im Alten Kranwerk ihren ersten Stuhl. Quelle: Roger Dietze

Für Helena Russner aus München ist es nach eigener Aussage zudem die Verbindung zum argentinischen Nationaltanz Tango, die die Attraktivität des Knopfinstrumentes mit Wurzeln im Erzgebirge ausmacht. "Es gibt in München gerade einmal einen Bandonionlehrer, aber keinen entsprechenden Workshop", so die 34-Jährige, für die wie für die übrigen Kursteilnehmer Kranwerk-Chef Heiko Guter einen absoluten Meister seines Faches engagiert hatte. Rainer Volkenborn, der am Sonnabendabend gemeinsam mit seiner musikalischen Partnerin und den Mitgliedern des Tango-Orchester L.E. auf der Bühne des Kranwerkes stand, frönt dem Bandonionspiel seit 25 Jahren und hatte für den Workshop ein Stück aus dem Jahr 1910 für fünf Bandonions arrangiert.

Nicht minder mühsam wie das Spiel des von Heinrich Band aus der Konzertina weiterentwickelten Handzuginstruments zu erlernen, ist es, in Naunhof den Tango zu etablieren. Am Wochenende scheiterte ein erneuter Anlauf, genügend Interessenten für einen Kurs zu finden. Die beiden Paare, die mit den Naunhofer Tangospezialisten Kati und Dirk Haase erste Schritte erlernen wollten, bevor sie im Kranwerk am Abend einem argentinischen Tanzabend namens "Milonga" beiwohnten, musste Heiko Guter auf den August vertrösten. "Wir müssen dafür noch die Werbetrommel rühren, aber ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, den Kurs stattfinden zu lassen." Dabei bezieht der Kranwerk- und Heureka-Chef diesen seinen Optimismus aus der Tatsache, dass sich auch die bei der Etablierung der Handwerker-Sommerakademie aufgebrachte Geduld schlussendlich gelohnt habe. "Am Anfang war die Resonanz auch auf diese Angebote gering, mittlerweile sind alle Kurse ausgebucht."

Kurse, die am Wochenende die alten Handwerkskünste Schmieden, Steinmetzen und Tischlern/Bogenbau zum Inhalt hatten. Voller Stolz ihren ersten selbstgebauten Stuhl ihres noch jungen Lebens konnte am Ende des Tages Kathleen aus Leipzig präsentieren. "Ich wollte diese Erfahrung unbedingt machen, und ich bin mit dem Erfolg sehr zufrieden", so die 24-jährige Messestädterin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2013

Roger Dietze

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