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Grimma Zweite Auflage der Grimmaer Berufemesse wird zur Kontaktbörse
Region Grimma Zweite Auflage der Grimmaer Berufemesse wird zur Kontaktbörse
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11:28 08.02.2017
Bei der Studien- und Ausbildungsmesse in der Grimmaer Muldentalhalle präsentieren sich 65 Firmen.  Quelle: Roger Dietze
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Grimma

 Nein, in die hinterste Ecke eines Dachbodens braucht im Jahr 2017 kein Dachdecker mehr zu kriechen, um Ausschau nach möglichen Bauschäden zu halten. Die elegantere Lösung für solche Aufgaben hatte Dachdeckermeister Johannes Heine am Sonnabend mit in die Grimmaer Muldentalhalle gebracht, in welcher die Stadt Grimma und das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) die zweite Studien- und Ausbildungsmesse veranstalteten.

Begehrter Ausbildungsberuf: Jacqueline Nickel vom Auswahl-Team der Bereitschaftspolizei Leipzig war eine gefragte Gesprächspartnerin. Quelle: Roger Dietze

Hilfe gibt es in Gestalt einer Drohne, womit der Grimmaer Stadtrat andeuten wollte, dass auch in seiner Branche moderne und die Arbeit erleichternde Technik Einzug gehalten hat. „Nichtsdestotrotz ist der Dachdeckerberuf nach wie vor ein körperlich schwerer, der bei Wind und Wetter ausgeübt werden muss“, so Heine. „Andererseits ist er abwechslungsreich und kurzweilig, weil die Baustellen nur zeitlich befristet sind.“ Argumente, die offensichtlich überzeugen. „Wir haben unsere Ausbildungsstellen bislang noch immer besetzen können, wenngleich mittlerweile ein wenig mehr Werbung etwa über die Präsenz auf der Muldentaler Handwerkermesse notwendig ist“, sagte der Handwerksmeister.

Mehr Werbung für Ausbildungsplätze muss man auch beim regionalen Landwirtschaftsbetrieb KÖG Kleinbardau betreiben, der in Person von Ausbilder Sten Köhler auf der Grimmaer Messe vertreten war. „Azubis zu finden ist in den vergangenen Jahren sukzessive schwieriger geworden, weshalb wir auch zum Eingehen von Kompromissen gezwungen worden sind“, meinte Köhler. Will heißen, dass man unter anderem auch schulisch schwächeren Jugendlichen und hierbei insbesondere Hauptschülern eine Chance gebe. „Voraussetzung dafür ist, dass die betreffenden Jugendlichen bereit sind, den schulischen Nachholbedarf auszugleichen“, so der KÖG-Ausbilder. „Grundsätzlich haben wir mit diesem Ansatz recht gute Erfahrungen gemacht.“

Die beiden Veranstalter waren im vergangenen Jahr mit der ersten Grimmaer Studien- und Ausbildungsmesse so zufrieden, dass eine Neuauflage schnell Konsens war. Und auch für 2018 steht der Termin mit dem 3. Februar bereits fest. „Wir haben uns auf das Wochenende festgelegt, weil dies zum einen mehrheitlich der Wunsch der sich beteiligenden Firmen und es zum anderen unser Anliegen ist, dass die Eltern ihre Kinder begleiten“, sagte BSW-Mitarbeiterin Doreen Anders, der zufolge fast alle Branchen Interesse an diesem Präsentationsangebot zeigen würden. „Allein aus dem Bereich Bau würden wir uns noch den einen oder anderen Anbieter wünschen“, so Anders, nach deren Aussage in diesem Jahr 65 Firmen gewonnen werden konnten.

Unter anderem die Wurzener Firma Hoffmann Fördertechnik, die mit Ausbilder Sebastian Uebe in Grimma vertreten war. „Während wir keine Probleme damit haben, unsere Industriemechaniker-Ausbildungsplätze zu besetzen, ist die Situation beim Zerspaner und der Fachkraft für Systemintegration eine andere“, so Uebe. „Grundsätzlich müssen wir uns heute intensiver um Lehrlinge bemühen, wobei wir den Vorteil haben, mit sehr guten Übernahmechancen werben zu können.“

Von Roger Dietze

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