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Zweite Zufahrt für Trebsener Papierwerk

Zweite Zufahrt für Trebsener Papierwerk

KG will auch künftig den Standort sichern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, plant die Firma eine schrittweise Erhöhung ihrer Produktionskapazität, verbunden mit dem Bau einer neuen Zufahrt. Derzeit werden etwa 176 000 Tonnen pro Jahr hergestellt,

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Geplanter Umbau: Ein Lastwagen biegt von der Industriegebietsstraße nach links in die Pauschwitzer Straße ab. Künftig soll er geradeaus ins Betriebsgelände fahren können, weil das Werk dann auch von hier aus erreichbar sein soll.

Quelle: Andreas Röse

Trebsen. KG will auch künftig den Standort sichern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, plant die Firma eine schrittweise Erhöhung ihrer Produktionskapazität, verbunden mit dem Bau einer neuen Zufahrt. Derzeit werden etwa 176 000 Tonnen pro Jahr hergestellt, künftig sollen es bis zu 276 000 Tonnen sein.

"Wir haben als kleine Firma nicht viele Möglichkeiten. Wenn wir morgen noch arbeiten wollen, müssen wir unsere Produktionskosten im Griff haben", betonte Maik Nürnberger, der im Werk unter anderem für die Projektabwicklung zuständig ist. Die jetzige Technik sei bereits für eine Erhöhung der Produktion ausgelegt.

Auf der jüngsten Trebsener Stadtratssitzung ging es um einen entsprechenden Antrag der Papierfabrik auf Steigerung der Papierproduktion. Grundlage dafür ist eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Da bei der Herstellung von Papier erhebliche Mengen an Wasser benötigt werden, muss in diesem Zusammenhang auch die Abwasserbehandlungsanlage erweitert werden.

Knackpunkt des Vorhabens ist jedoch ein neues Verkehrskonzept. Der Grund: Derzeit fahren pro Jahr etwa 17 500 Lastwagen in das Werk, künftig sollen es jährlich bis zu 27 266 sein. Damit die Pauschwitzer Straße entlastet wird, soll eine neue Werkszufahrt gebaut werden.

Ankommende Lastwagen gelangen dann künftig an der Kreuzung Industriegebietsstraße/Pauschwitzer Straße ins Werk. Entlang dieser neuen Werksstraße wird zudem eine zweite Spur für einfahrende Altpapierlieferanten angelegt. Dort können abseits vom öffentlichen Straßenverkehr bis zu 20 Fahrzeuge warten. "In der Pauschwitzer Straße wird so der Verkehr um bis zu 60 Prozent verringert", so Nürnberger.

Die Steigerung der Produktion sei keinesfalls mit mehr Lärm verbunden, so Jörg Kober, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. "Die Anlage wird nicht lauter", versprach er. Vielmehr werde künftig bei gleicher Geschwindigkeit schwereres Papier hergestellt, dies allein führe zu einer deutlichen Erhöhung der Produktion.

Stadtrat Peter Emmrich (Linke) sprach das Thema Schallschutz an. "Vor wenigen Tagen wurde in der Fabrik viel Dampf abgelassen, der Schallpegel war an der Schmerzgrenze", bemerkte er. Nürnberger erklärte dazu, dass im Gelände 25 Sicherheitsventile angebracht seien, die allesamt mit Schalldämpfung ausgestattet sind. "Nur in der letzten Stufe wird es technisch schwierig, eine Dämpfung einzubauen. Aber wir werden es prüfen."

Emmrich wollte zudem wissen, wie Lastwagen von der Nutzung von Nebenstraßen abgehalten werden können. "Wir werden über unsere Lieferanten die Fahrer auf die Anfahrtswege hinweisen", so Firmenchef Kober. Stadtrat Manfred Müller (Bürgerinitiative für eine sichere Zukunft) schlug vor, einen Teil des Lieferverkehrs auf die Schiene zu verlagern. "Das ist leider nicht wirtschaftlich. Nur zwei bis drei Prozent unserer Kunden sind per Bahn erreichbar", so Nürnberger. Eine mögliche Reaktivierung des Bahnanschlusses habe man schon vor fünf Jahren geprüft. Die Anschlüsse müssten außerdem mühevoll instandgesetzt werden. Längst seien Fakten geschaffen worden, ergänzte Stadtrat Volker Killisch (Freie Wählergemeinschaft Altenhain) und nannte ein Beispiel: "In der Siedlung hat ein Kleingärtner ein Stück altes Bahngleis eingezäunt und Tomaten angebaut."

Einstimmig gab der Trebsener Stadtrat schließlich grünes Licht für die Erweiterung der Produktion. Festgezurrt wurde zugleich die Zusicherung, dass sofort mit der Erteilung der behördlichen Genehmigung mit dem Bau der neuen Anlieferstraße begonnen wird. So soll vermieden werden, dass das Werk seine Produktion hochfährt und die derzeitige Anliefervariante bestehen bleibt. "Die Mittel für die Straße sind eingeplant", versicherte Kober.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2014
Endruszeit, Bert

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