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Zweite touristische Hinweistafel für Trebsen steht

Autobahn 14 Zweite touristische Hinweistafel für Trebsen steht

Aus einer halben Sache hat Trebsen eine ganze gemacht. Jetzt steht in beiden Richtungen an der Autobahn 14 ein braunes touristisches Hinweisschild auf die Stadt. Wie die erste Tafel, die im Juni vergangenen Jahres aufgestellt worden war, zeigt die zweite, die nun folgte, als Motiv das Schloss.

Außenwerbung für Trebsen: Jetzt steht die zweite touristische Hinweistafel an der Autobahn 14.

Quelle: Thomas Kube

Trebsen. Aus einer halben Sache hat Trebsen eine ganze gemacht. Jetzt steht in beiden Richtungen an der Autobahn 14 ein braunes touristisches Hinweisschild für die Stadt. Wie die erste Tafel, die im Juni vergangenen Jahres aufgestellt worden war, zeigt die zweite, die nun folgte, als Motiv das Schloss.

In einem unterscheiden sich aber die zwei Schilder. Das erste in Richtung Leipzig steht optimal vor der Abfahrt Grimma, die Kraftfahrer nehmen müssen, wenn sie nach Trebsen wollen. In der Gegenrichtung wurde hingegen ein Standort zwischen den Abfahrten Naunhof und Klinga gewählt. Wer dort die Autobahn verlässt, gelangt nur auf dem Umweg über Ammelshain und Altenhain nach Trebsen, ohne dass Wegweiser auf die Kleinstadt hindeuten würden.

Kämmerer Tilo Müller, im Rathaus für die Tafeln zuständig, bedauert die Position denn auch als einzigen Wermutstropfen. „Uns wäre es lieber gewesen, wenn das Schild zwischen Klinga und Grimma aufgestellt worden wäre. Doch da ging beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr kein Weg rein“, sagte er.

Es seien zwischen Klinga und Grimma bereits alle Plätze vergeben gewesen, begründete Behördensprecherin Isabel Siebert die Standortwahl. Vor Anschlussstellen dürften nur bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Gegebenheiten zulassen, wozu unter anderem die Sichtverhältnisse in Kurven zählen würden. Außerdem müsse zwischen den einzelnen Schildern ein Mindestabstand von 250 Metern eingehalten werden.

Abgesehen vom Kritikpunkt ist Müller grundsätzlich froh, dass die braunen Tafeln jetzt auf beiden Seiten der Autobahn stehen. „Wir wollen mit ihnen auf uns und unsere Kultur aufmerksam machen“, erklärte er. „Die Besucher von Highland-Games, Ritterspielen, Firebirds-Festival und Whisky-Messe erhalten mit ihnen einen Hinweis mehr auf uns. Und für jene, die Trebsen nicht kennen, vor allem auch die Pendler zwischen Leipzig und Dresden, werden wir bekannt.“

Trebsen erhofft sich laut Kämmerer Müller, dass es zwischen den größeren Städten Grimma und Wurzen nicht untergeht. Nur sie sind neben Colditz auf den blauen Tafeln an der Autobahnabfahrt Grimma ausgeschildert, obwohl Trebsen nur wenige Kilometer von dort entfernt liegt. Auch dafür hat Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine Erklärung. Die Gestaltung der blauen Wegweiser erfolge nach bundeseinheitlichen Richtlinien, ließ sie wissen. Demzufolge seien als Ausfahrtsziele Namen verkehrswichtiger Zielorte im Einzugsbereich der Anschlussstelle festzulegen. Grundsätzlich müsse sich ein Ort links und ein Ort rechts der Autobahn befinden. Es dürften maximal vier Ziele aufgenommen werden, wobei Piktogramme und Bundesstraßennummern als ein halbes Ziel zählen.

Im speziellen Fall, so Siebert, sind an der Abfahrt die Städte Grimma, Wurzen und Colditz sowie als Nummer die Bundesstraße 107 ausgewiesen. Wurzen und Grimma sei eine höhere Verkehrswichtigkeit zugemessen worden als Trebsen, was in Anbetracht der Einwohnerzahlen auch heute noch nachvollziehbar sei. Die Aufnahme von Colditz und der B 107 wäre erfolgt, um die Orientierung im Straßennetz zu gewähren. Käme Trebsen als Name noch hinzu, würden viereinhalb Ziele benannt, was für die blauen Tafeln unzulässig sei.

Von Frank Pfeifer

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