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Zwischenbilanz: Der Umsatz auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt stimmt

Geschäft Zwischenbilanz: Der Umsatz auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt stimmt

Die Händler auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt sind bislang mit dem Geschäft nicht unzufrieden. Die Einschätzung reicht von mittelprächtig bis gut. Für sie und den Markt ist am Wochenende sozusagen Halbzeit. Noch bis zum 11. Dezember lockt der Markt mit seinen 30 Buden, einem Karussell und dem Märchenwald für die Kinder.

Die Händler des Weihnachtsmarkte sind bislang zufrieden mit dem Geschäft.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Grimmas Weihnachtsbaum kann im Konzert der Großen mitspielen. Die Lichterschlange der wohlgewachsenen Colorado-Tanne überstrahlt den Weihnachtsmarkt, über den mal mehr, mal weniger Leute entlang der 30 Stände schlendern, sich an einem Glühwein laben oder das Programm auf der Bühne verfolgen. Es ist Halbzeit für den Weihnachtsmarkt, der noch bis zum 11. Dezember in die gute Stube der Muldestadt lockt. Halbzeit auch für die Händler, von denen in der Adventszeit einige zum ersten Mal am Fuße des Grimmaer Rathauses stehen. Die LVZ wollte wissen, ob sie bislang mit dem Geschäft zufrieden sind.

Schwibbögen, Räuchermännchen, Pyramiden und Kerzen – der Stand mit den hübschen originalen Schnitzereien aus dem Erzgebirge fällt sofort ins Auge. In der Hütte ist gerade Wachablösung zwischen Brigitte Schneeweiß (65) und Florentine Bretschneider (19). Sie wechseln sich als Verkäuferinnen ab, gegen 16 Uhr übernimmt die Jüngere, die im Beruflichen Schulzentrum Grimma ihr Abitur macht, von der Älteren, die vor dem Rentnerdasein als Verkäuferin in Dürrweitzschen gearbeitet hat, die Hoheit über die Kasse. Beide verkaufen Ware der Firma Saico aus dem erzgebirgischen Seiffen, die erstmals auf dem Grimmaer Weihnachtsmarkt vertreten ist. Allerdings fehlte dem Firmenchef das Personal, weshalb Grimmas Marktmeister Frank Schütz eine Lösung suchte und mit den beiden Damen fand. „Wir haben zu tun“, gibt Brigitte Schneeweiß unumwunden zu und bezeichnet das bisherige Geschäft als „mittelprächtig“. Und sie ist der Meinung, genau in der richtigen Hütte zu stehen: „So etwas gehört auf einen Weihnachtsmarkt“, sagt sie. Andere Jahre habe das gefehlt. Manche würden zwar nur schauen, „wir haben aber auch schon Schwibbögen für 169 Euro verkauft“. Für den prächtigsten Bogen sind gleich mal 370 Euro hinzulegen – er wartet noch auf seinen Platz in einem Grimmaer Fenster. „Manche schauen zwei- bis dreimal vorbei und kaufen erst dann“, hat die 65-Jährige beobachtet. Ob Saico wiederkommen wird? Der Firmenchef wolle dieses Jahr als Test nutzen, erzählt die Schülerin.

frau.

Susan Schiemann wechselt in der Adventszeit das Metier. Dann sperrt sie ihren Angelladen in Grimma zu und stellt sich auf Weihnachtsmärkte. Sie verkauft süße Leckereien ebenso wie Glühwein und Kinderpunsch. Seit drei Jahren steht sie in einer Bude des Grimmaer Weihnachtsmarktes und hat es noch nicht bereut. Mit dem Geschäft sei sie zufrieden, erzählt sie, während ein junger Mann ein großes Pfefferkuchenherz ersteht und dafür zehn Euro zückt. „Wenn es dunkel und heimelig wird, kommen die Leute, tagsüber ist nicht so viel los“, weiß die 35-Jährige. Und: Vor allem am Wochenende stimmt der Umsatz. Glühwein, Crepes, gebrannte Mandeln und Schokofrüchte – das seien die Renner, so Susan Schiemann.

Auch der Bienenhof Hohburg bietet am Fuße des Rathauses weihnachtliche Waren an. Er gehört zum Landwirtschaftsbetrieb der Familie Schramm in Kleinzschepa. Barbara Schramm hütet den Stand, weil ihre Tochter, die Inhaberin der Firma, eine Erkältung erwischt hat. Der Umsatz sei auch witterungsabhängig, weiß die Verkäuferin. „Ein bisschen Schnee wäre nicht schlecht.“ Ihr Fazit fällt denn auch etwas vorsichtig aus. „Ich kann nicht klagen“, sagt sie zum Geschäft, während sich eine ältere Frau für eine Figur von Maria und Josef mit dem Christkind entscheidet. Der Bienenhof ist in diesem Jahr zum zweiten Mal in Grimma vertreten.

Von Frank Prenzel

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