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Markkleeberg 10. Fischerfest lockt Besucher in Scharen an den Markkleeberger See
Region Markkleeberg 10. Fischerfest lockt Besucher in Scharen an den Markkleeberger See
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13:50 19.09.2016
Fischer Jürgen Etzold zeigt den Besuchern den 1,20 Meter langen Hecht, der aus dem Markkleeberger See gefischt wurde. Quelle: Fotos: André Kempner
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Markkleeberg

Immer der Nase nach: Der Duft von frischgegrilltem Fisch lockte am Wochenende die Besucher in Scharen an den Markkleeberger See, wo das beliebte Fischerfest der Wermsdorfer Fisch GmbH und des Leipziger Anglerverbandes seine zehnte Auflage erlebte. Frischfisch, Räucherfisch, Backfisch, Flammlachs – für Genießer blieb auch in diesem Jahr kein Wunsch offen.

Anton (5) , John (15) und Elise (7/v.on rechts) beim Magnetfischangeln. Quelle: André Kempner

Ein Fest, das durch den Magen ging; aber nicht nur: Die Wasserbewohner konnten auch ausgiebig bewundert werden. „Darf ich vorstellen – Esox lucius, Fisch des Jahres 2016: 1,20 Meter lang, 13 Kilo schwer, etwa 12 Jahre alt, spitze, nach hinten gebogene Zähne, grünlich-braun gefärbtes ,Kleid’.“ – Was für ein toller Hecht, der da Thomas Etzold ins Netz ging. „Es zappelte, es fühlte sich schwer an. Ich habe beim Rausziehen gleich gemerkt, dass da was Größeres kommt“, beschreibt der Jungmeister vom Deutzener Fischereibetrieb Etzold seinen Fang.

„Hätte es auch eine Große Maräne sein können?“, fragt einer aus der staunenden Besucherrunde. „Na, wenn man eine Maräne nicht von einem Hecht unterscheiden kann, ist man als Fischer nicht zu gebrauchen“, antwortet Etzold schmunzelnd und lässt sich beim Präsentieren des Prachtfisches von Vater Jürgen unterstützen. „Warum hat der denn so spitze Zähne?“, möchte ein kleiner Junge wissen. „Damit er besser zupacken kann“ gibt der Fachmann ganz märchengemäß Auskunft um dann aufzuklären: „Aber keine Bange, Badende stehen nicht auf dem Speiseplan: Hechte sind scheu.“ Doch wehe, ein ahnungsloses Beutetier schwimme vorbei, dann werde das harmlos scheinende Schuppentier in Nullkommanichts zum Jäger.

Dass der Hecht im Markkleeberger See lebt, ist ein gutes Zeichen, weiß Matthias Kopp vom Leipziger Anglerverband. Denn nur in intakten Seen und Flüssen fühle sich der Speisefisch wohl. Sind die Uferbereiche in naturnahem Zustand, dienen sie dem Hecht als Rückzugsraum und Laichplatz. „Damit sich sein Lebensraum weiter verbessert, wurde der Hecht vom Deutschen Angelfischerverband und dem Bundesamt für Naturschutz zum Fisch des Jahres 2016 gewählt“, erläutert der Experte. „14 Tonnen Hechte wurden im vergangenen Jahr vom Leipziger Angelverband aus dem Wasser geholt. Damit hinterlasse das Bionahrungsmittel einen der geringsten ökologischen Fußabdrücke“, so Kopp. Doch nicht nur der Hecht – auch andere Fischarten wurden durch Spiele und Wissenstests den Festbesuchern vorgestellt. Kleine Nachwuchsangler konnten sich gleich selbst ausprobieren: Robert 12) aus Markkleeberg und die Geschwister Elise (7) und Anton (5) aus Gohlis ließen sich das Angebot nicht entgehen. John vom Verband sagte, wie es geht: „Finger an die Sehne, Bügel runterklappen, mit Schwung überm Kopf ausholen und los. Super, Zielscheibe fast getroffen!“

Etwas gemütlicher ließen es an diesem Tag Festbesucher wie Werner Malz angehen. Drei Stunden habe er mit seiner Wandergruppe für die neun Kilometer lange Strecke um den Markkleeberger See gebraucht. „Eine wirklich schöne Runde“, sagte er danach. Nun sei Zeit für einen Bummel über den vielfältigen Bauern- und Kunstgewerbemarkt. Gucken, Kaufen, Schlemmern, hieß das Motto der Besucher an der Uferpromenade. Das 10. Fischerfest am Markkleeberger See – wieder ein schöner Erfolg für seine Veranstalter.

Von Ingrid Hildebrandt

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