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Markkleeberg 100 Jahre Stromversorgung versprechen Spannung
Region Markkleeberg 100 Jahre Stromversorgung versprechen Spannung
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18:20 14.06.2011
Imposant: Unter freiem Himmel können Besucher in Markkleeberg unter anderem Ölkessel-Leistungsschalter entdecken. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Bis August 2010 im alten Hauptumspannwerk Taucha beheimatet, haben die 14 Ehrenamtler um Obmann Manfred Raue im letzten Vierteljahr den großen Umzug ins Umspannwerk Markkleeberg gestemmt.

„Bis wir hier den Stand haben, den wir in Taucha hatten, brauchen wir garantiert noch ein Jahr“, betont Raue. Ein bisschen Wehmut ist bei ihm zu spüren. „Stimmt: Ich sehe die ganze Sache mit einem weinenden und einem lachenden Auge.“ Einerseits sei der beträchtliche Aufwand, der in den Aufbau der Sammlung seit 2001 reingesteckt wurde, verloren. Andererseits biete Markkleeberg langfristig einfach bessere Bedingungen. „In Taucha passten die Betriebserfordernisse einer Netzleitstelle nicht mehr mit der Arbeit unseres Vereins zusammen“, erklärt er. Zudem wären erhebliche Investitionen in die Bausubstanz notwendig gewesen: „Für uns als Verein nicht zu tragen.“ Da kam das Angebot der Enviam genau richtig. „Im Mai letzten Jahres haben wir uns dann nach reiflicher Überlegung für den Standort in der Mönchereistraße 2 entschieden“, so Raue.

Dort warten in sechs Ausstellungskomplexen rund 3000 Exponate auf ihre Entdeckung: So gibt es Wissenswertes über die Gleichspannungsbereitstellung und Mittelspannungsschalttechnik zu erfahren. Zudem können Druckluftanlagen, Mess- und Prüfgeräte, Schutztechnik für Kraftwerke, aber auch Heim- und Bürocomputer aus DDR-Zeiten in Augenschein genommen werden. Die elektrotechnische Sammlung spiegelt immerhin 100 Jahre Entwicklung wider.

„Wir wollen kein Museum, sondern eine Bildungs- und Begegnungsstätte sein“, sagt Raue. Ihm sei es wichtig, Interesse an elektrotechnischen Berufen zu wecken. Deshalb soll der Kontakt zu Schulen intensiviert werden. Bestehen bleibt auch im neuen Domizil die Zusammenarbeit mit der Berufsschule in Eutritzsch. Dreimal kommen die Auszubildenden während ihrer Lehre zu Raue und seinen Ingenieurkollegen, um von deren Erfahrungsschatz zu profitieren.

Jetzt hoffen die VDE-Mitglieder aber erst einmal, dass die Premiere am Samstag ein voller Erfolg wird. Geöffnet ist die elektrotechnische Sammlung bei freiem Eintritt von 10 bis 16 Uhr. Halbstündlich beginnen Führungen.

@www.vde-leipzig-halle.de/sammlung

Ulrike Witt

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