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12. Störmthaler Seefest wartet mit Premieren auf

12. Störmthaler Seefest wartet mit Premieren auf

Großpösna. Am Wochenende wurde in Störmthal das 12. Seefest gefeiert – einer der Höhepunkte im Großpösnaer Veranstaltungskalender. Mit dem „Leuchtfeuer“ und dem Dreschfest boten die Organisatoren gleich zwei Premieren.

Zudem gab es eine Bootstaufe.

Großpösna wappnet sich für die Zukunft als Seestadt. Ein wichtiger Schritt ist „Elfriede“. Ihre Traummaße sind eher ungewöhnlich: 2,20 Meter breit, fünf Meter lang. Dafür ist die Dame mit 90 PS und bis zu 80 Stundenkilometern temperamentvoll und immer einsatzbereit. Die Rede ist vom ersten Großpösnaer Rettungsboot, das am Samstag am Störmthaler See im Rahmen des Seefestes von Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch getauft wurde. Den ungewöhnlichen Namen verdankt „Elfriede“ den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, ihre Anschaffung dem Konjunkturpaket.

„Rund 35 000 Euro hat uns das Boot inklusive Trailer gekostet, davon stammen 28 000 Euro aus Fördermitteln“, so Hauptamtsleiter Daniel Strobel. Die Genehmigung für Übungsfahrten liege vom Landratsamt seit zwei Wochen vor, betonte er nach der Erfahrung mit dem Amphibienfahrzeug (die LVZ berichtete). Untergestellt wird „Elfriede“ bis zur Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses im Garagentrakt des Rittergutes.

Ganz auf Frau, sprich auf Romantik eingestellt, das waren die Störmthaler bereits am Freitagabend mit dem „Leuchtfeuer“. „Wunderschön, das machen wir wieder“, Britta Rudolph vom veranstaltenden Verein „Störmthaler See 2001“ kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Rund 300 Besucher hatten zum Auftakt des diesjährigen Seefestes das ehemalige Tagebaurestloch im Fackelschein erlebt. Zum Mitnehmen gab es das „Leuchtfeuer“ als Original Störmthaler. Treue Sammler hätten mittlerweile schon ein ganzes Dutzend der goldenen Taler daheim, so Rudolph.

Einen Blick in die Vergangenheit gönnten sich die Fans alter Landwirtschaftstechnik bei der Lanz-Bulldog-Parade und beim Dreschfest am Sonntagnachmittag vor dem Schloss. Darunter gab es so manches „Schmeckerchen“. Ingo Voigtland von den Lanzfreunden Sachsen hatte beispielsweise eine hölzerne Dreschmaschine, Baujahr 1929, und einen Pferdegöpel von 1880 mitgebracht. Michael Slodowski stellte seinen 20-PS-Glühkopf-Bulldog vor. Nichts für zarte Nasen und ruheliebende Ohren wie einige Besucherinnen feststellten.

Ulrike Witt

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