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Markkleeberg 14 Tage Verspätung bei Bahnbau
Region Markkleeberg 14 Tage Verspätung bei Bahnbau
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17:26 19.05.2015
Langer Winter bringt Zeitplan durcheinander: Die Bahnbaustellen in Markkleeberg werden zwei Wochen länger dauern als geplant. Ralf Kleinloff und Rico Hahn (von links) von der Firma Ostbau arbeiten hier an der Rathausstraßen-Brücke. Quelle: André Kempner

Am 25. Mai sollen die innerstädtischen Umleitungen aber nach insgesamt 14Monaten ein Ende haben.

Vor zwei Jahren war halb Markkleeberg in Aufregung. Waldbahn-Anwohner sahen schreckliche Szenarien auf die Stadt zukommen, die Verwaltung den innerstädtischen Verkehr im Zuge des Streckenausbaus zusammenbrechen. Eingetroffen ist nichts dergleichen, auch wenn die West-Ost-Passage auf der Seenallee mitunter stockt, Autofahrern im Berufsverkehr durchaus Geduld abverlangt. Erstaunlich ruhig und vor allem fristgerecht sei der Brücken- und Gleisbau bislang abgelaufen, meinen inzwischen selbst Bahn-kritische Bürger.

"Leider sind wir in den letzten Wochen witterungsbedingt doch noch in Verzug geraten", sagt Projektingenieur Stefan Ebersbach. Dauerfrost und Schnee bis Anfang April könne selbst die Umstellung der Bautechnologie nicht mehr einholen. "Wir haben teilweise unter beheizten Zelten gearbeitet, aber das ist natürlich nicht überall möglich", so Ebersbach.

Der Baufortschritt ist in der Rathausstraße dennoch sichtbar. Die mit Naturstein verkleideten Brückenpfeiler sind fertig, die Schräge für die Treppe betoniert, der 140 Meter lange Mittelbahnsteig schon ein gutes Stück gepflastert und mit Leuchtstreifen und Markierungen versehen. Künftig werden rechts und links die S-Bahnen halten, mit denen die Markkleeberger in zehn Minuten unter dem Leipziger Markt sind.

"Derzeit wird an der Bewehrung für den östlichen Brückenüberbau gearbeitet. Sobald die Aushärtung abgeschlossen ist, können die provisorischen Träger zurückgebaut und die Entwässerung angeschlossen werden", erläutert Ebersbach. Auf dem westlichen Brückenteil ist schon ein S-Bahn-Gleis verlegt, die Oberleitungen sind montiert.

Vorbereitet sind auch die Träger für die vier Meter hohen Lärmschutzwände. Über den Brücken in der Breitscheid-, der Rathaus- und der Zöbigkerstraße werden diese zum Schutz des Stadtbildes transparent sein, wie Ebersbach betont. Zwischen den Kreuzungsbereichen sind die Lärmschutzwände in kräftigen Grüntönen gehalten. "Erstaunlicherweise fügt sich die Farbe ganz gut in die Landschaft ein", sagt Ebersbach schmunzelnd und erinnert damit an die Diskussion um die sich über sieben Kilometer durch die Stadt ziehenden Schutzwände.

"Wir hoffen, dass nicht nur wir, sondern auch die Stadt Markkleeberg und die Bürger am Ende zufrieden sind", sagt Ebersbach. Immerhin profitiere Markkleeberg gleich mehrfach vom Netzausbau. So bekomme die Große Kreisstadt nicht nur drei neue Brücken, sondern auch 13,5 Kilometer neue Gleis- und Oberleitungsanlagen.

Bis die Strecke in Betrieb geht und die Markkleeberger an den Bahnhöfen Großstädteln und Markkleeberg sowie am neuen Haltepunkt Markkleeberg-Nord in die S-Bahn steigen können, werden noch einige Monate ins Land gehen. "Den Probebetrieb starten wir am 29. September um 8 Uhr, der reguläre wird mit Inbetriebnahme des City-Tunnels zum Fahrplanwechsel im Dezember aufgenommen", kündigt Ebersbach an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2013

Ulrike Witt

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