Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg 1400 Fußballfelder neuer Wald
Region Markkleeberg 1400 Fußballfelder neuer Wald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:57 08.06.2011
Für eine grüne Zukunft: Waldkönigin Sandy I., Eberhard Lippmann, Frank Kupfer, Reinhold Genzi, Gabriela Lantzsch und Hubert Braun (von links) pflanzen im Rahmen der Festveranstaltung den Baum des Jahres - eine Elsbeere. Quelle: André Kempner
Anzeige

Seit ihren Anfängen im Jahr 1996 hat die Stiftung im Freistaat eine Fläche von mehr als 820 Hektar aufgeforstet. Gestern feierte sie im Oberholz und war sichtlich stolz auf das Erreichte.

Frank Kupfer (CDU), sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, lobte die Stiftung als „sächsische Erfolgsgeschichte“. Sie würde seit nunmehr 15 Jahren einen „bemerkenswerten Beitrag zum Klimaschutz“ leisten. Da Sachsen leider waldarm sei, gibt es die Vorgabe, den Anteil des Waldes an der Gesamtfläche des Bundeslandes von heute 28,4 auf 30 Prozent zu erhöhen. „Um das Ziel bald zu erreichen, hat uns die Stiftung in den vergangenen Jahren sehr unterstützt“, betonte er. Und selbstverständlich sei das ganz und gar nicht, denn die Aufforstung sei mit einem immensen Aufwand verbunden. Pro Hektar Fläche müssten rund 5000 Bäume gepflanzt werden, die wiederum auch einer guten Pflege bedürfen.

Gerade einmal mit drei Festangestellten, dafür aber mit unzähligen Ehrenamtlichen hat die Stiftung die beachtlichen Ergebnisse erreicht. Und dafür, dass es auch in den kommenden Jahren so weiter geht, will Kupfer sorgen. „Wir werden die Stiftung weiter unterstützen“, machte er deutlich.

In dieser Form ist die Stiftung deutschlandweit einzigartig. „Wir sind gemeinnützig, privatrechtlich und förderfähig“, erklärte Kuratoriumsvorsitzender Eberhard Lippmann. Gemeinsam mit Partnern wie Kommunen, Agrarunternehmen, Verbänden und Privatleuten konnte die Stiftung 123 Projekte auf die Beine stellen, um Wälder aufzuforsten. Auch in Großpösna und Markranstädt war sie bisher tätig. So entstanden in Störmthal, Dreiskau-Muckern und Großlehna neue Waldflächen. 1997 hatte „Wald für Sachsen“ vom Freistaat die ehemaligen Truppenübungsplätze Königsbrück und Zeithain gekauft. Damals erhielt die Stiftung vom Finanzministerium 25 Millionen D-Mark, um Kampfmittel zu bergen und zu entsorgen. Insgesamt mussten fast 270 000 Granaten, Bomben, Minen und Raketengeschosse beseitigt werden. 2007 wurden die Geschicke der Naturschutzgebiete „Königsbrücker Heide“ und „Gohrischheide Zeithain“ dann in die Hände des Nationalparkamtes Sächsische Schweiz gelegt. Heute gehören der Stiftung 102 Hektar Wald in Rötha und 108 Hektar in Peres.

Dass die Stiftung so erfolgreich agieren kann, ist dem Umstand geschuldet, dass sie gut „drängeln kann“, wie Gabriela Lantzsch, Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna, bei der Feier sagte. „Aber wir nehmen ihre Vorschläge auch gerne an.“ Würde jede Gemeinde in Sachsen so viel Wald aufforsten, wie Großpösna mit dem Oberholz und den Wäldern rund um den Störmthaler See schon habe, „wären die 30 Prozent landesweit schon längst erreicht“. Allerdings habe der Landkreis in gewisser Weise auch Glück, denn mit dem früheren Tagebau stünden auch ausreichend Flächen dafür zur Verfügung.

Doch die Konkurrenz um die verschiedenen Nutzungsarten der Flächen sei groß, erklärten sowohl Kupfer als auch Lippmann. Zum einen gebe es die Landwirtschaft, die Areale braucht, zum anderen benötigen aber auch Kommunen für ihre Einrichtungen Platz. Lantzsch forderte daher eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landratsamt, Sachsenforst, Bauernverbänden und der Stiftung.

Lippmann gab gestern noch einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Die Existenz der Stiftung sei gesichert und die „Bildung von weiterem Waldeigentum“ unumgänglich.

Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Deutsche Bahn will den Schienenlärm deutlich reduzieren und erprobt dafür im Raum Leipzig moderne Verfahren. Eines ist die Schienenstegbeschäumung. Bis zum 7. Juni kommt diese Technik an der Waldbahn in Markkleeberg zum Einsatz.

07.06.2011

In der Großen Kreisstadt Markkleeberg hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Neue Wohngebiete schossen wie Pilze aus dem Boden, Kitas und Schulen wurden saniert beziehungsweise neu gebaut, die Seen haben sich zu touristischen Anziehungspunkten entwickelt.

06.06.2011

Großpösna. Ein Großprojekt ist vollendet: Am Freitag wurde das inoffiziell als „schwimmende Kirche“ bezeichnete Kunstprojekt „Vineta“ feierlich seiner Bestimmung übergeben.

03.06.2011
Anzeige