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Markkleeberg 1830 Stunden für Sicherheit im Einsatz
Region Markkleeberg 1830 Stunden für Sicherheit im Einsatz
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16:52 20.12.2011
Bernd Klose (Zweiter von rechts), Rainer Walther (rechts) und Andreas Knoll (links) mit den ausgezeichneten Kameraden. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Im Beisein von Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD), Stefan Pietsch vom Ordnungsamt und Stadtwehrleiter Rainer Walter legte Andreas Knoll seinen Jahresbericht vor.

„Wir haben ganz stark angefangen und dann ganz stark nachgelassen“, erklärte der Ortswehrleiter. Was sich nach Kritik anhörte, war allerdings rein auf die Anzahl der Einsätze bezogen. Während die Kameraden im Januar 13 und im März sogar 15 Mal ausrückten, wurden sie im Oktober nur noch sieben Mal gerufen. Zusammen kam Knoll bis dato auf 98 Einsätze. 1346 Mal erschienen die Frauen und Männer in der Wache, leisteten 1830 Einsatzstunden. 36 Mal mussten Feuer gelöscht werden, darunter drei Groß- und vier mittlere Brände. Der dramatischste ereignete sich Pfingsten. Mehrere Mieter wurden damals aus der Hauptstraße 29 gerettet. Fünf Mal wurde die Wehr zu überörtlichen Einsätzen geholt: zum Beispiel Mitte September zum Zugunglück nach Bad Lausick.

Um allen Anforderungen gerecht werden zu können, haben die 62 aktiven Mitglieder in ihrer Freizeit 24 Schulungen und 1641 Stunden auf dem Übungsplatz in der Zöbigkerstraße absolviert. Besonders in der Theorie hätten sich dabei Schwächen und Mängel offenbart, so Knoll. Es reiche eben nicht, sich auf dem einmal gelernten auszuruhen. Gewohnt kritisch äußerte sich Knoll in Bezug auf die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule. Von 90 beantragten Plätzen seien gerade acht genehmigt worden.

Positiv schätzte der Leiter, der mit insgesamt 99 Mitgliedern größten Markkleeberger Ortswehr, die Altersstruktur ein. „Zum Glück können wir auf eine relativ junge aktive Truppe zurückgreifen. Der überwiegende Teil unserer Mitglieder ist unter 40“, so Knoll. Drei Neuzugänge konnten erst in den letzten Tagen vom Stadtwehrleiter verpflichtet werden.

Zusammen werden sie 2012 einige Herausforderungen meistern müssen, sich aber auch über neue Technik freuen können. So bekommen die Kameraden im ersten Quartal einen modernen Tanklöschzug im Wert von 277 000 Euro. Im Haushalt vorgesehen, aber noch nicht bestätigt, dafür von Landrat Gerhard Gey (CDU) befürwortet, ist der Kauf eines Allrad-Zugfahrzeuges für das Rettungsboot. Zudem soll der Übungsplatz um ein Treppenhaus erweitert werden. Und dann stehen noch zwei Jahrestage ins Haus: die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch vor 115 Jahren und das 40-jährige Bestehen der Jugendwehr.

„Ich freue mich immer wieder, wenn ich zu Ihnen kommen kann”, betonte Rathauschef Klose. Er lobte die „problemlose“ Zusammenarbeit. Als großartig bezeichnete er gar das Engagement der Kameraden: „Wir können immer auf Sie zählen: Nicht nur bei Bränden und Unfällen, sondern auch beim Stadtfest, bei der Sieben-Seen-Wanderung. Sie haben die evangelische Gemeinde beim Kirchentag in Dresden mit ihrem Küchentrupp unterstützt und Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Städtepartnerschaft mit Zarnesti und Pierre-Bénite.” Einfach toll fand Oberbürgermeister Klose die 150 Euro-Spende für das Kinderheim Völkerfreundschaft. „Herzlichen Dank. Das alles ist nicht selbstverständlich.”

Ulrike Witt

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