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Markkleeberg 19. Markkleeberger Stadtfest zieht tausende Besucher an
Region Markkleeberg 19. Markkleeberger Stadtfest zieht tausende Besucher an
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17:51 09.05.2010
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Markkleeberg

„Probieren Sie doch mal was Neues. Es müssen doch nicht immer die ollen Geranien sein.“ Auf dem traditionellen Blumenmarkt gaben Floristin Diana Hahnemann und andere Händler ihr Bestes, damit Markkleeberger Balkone und Gärten auch in dieser Saison wieder in voller Blüte stehen. Motiviert durch die Gutscheine der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft suchten viele zielstrebig die Stände am Festanger auf.

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Markkleeberg. „SEENsationell und erLEBENSWERT“, so lautete das Motto des 19. Markkleeberger Stadtfestes am vergangenen Wochenende. Bummeln, informieren, genießen – bei Sonnenschein war zwischen Festanger und Bahnhof so einiges möglich.

Langen Atem mussten dagegen Emma, Johanna und Cecilia haben. Die elfjährigen Mädchen wollten auf dem Flohmarkt Puppen und Bücher loswerden. „Ich wünsche mir zum Geburtstag einen Laptop, muss aber selbst was drauflegen. Dafür spare ich“, verriet Emma. „Komm’se näher, im Männerruheraum gibt’s noch Bier“, damit versuchte das historische Spielleute-Duo „Pampatut“ Zuhörer zu gewinnen. Am Nachmittag auf der Rathausbühne bedurfte es dieser Werbung nicht mehr. Mittelalterliche Musik und Späße kamen beim Publikum gut an.

Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz baute indes mit Mitgliedern der evangelischen Martin-Luther-Kirchgemeinde und der katholischen Sankt-Peter-und-Paul-Gemeinde das Zelt für den ersten ökumenischen Gottesdienst am Sonntag auf: eines der wenigen geruhsamen Angebote zwischen Rummel und Flohmarkt. In der Rathausstraße wiederum ging es sportlich zu: Die Händlerinitiative und die Arbeitsgemeinschaft Markkleeberger Sportvereine hatten verschiedene Stationen aufgebaut. Von Angeln über Stelzenlauf bis Zielweitwurf – überall konnten sich kleine und große Gäste Punkte holen. Allerdings verfolgte so mancher Erwachsene das Geschehen lieber aus der Ferne bei einem kühlen Blonden. Dank milder Temperaturen und Sonne waren die Freisitze begehrt.

Reges Interesse verzeichneten auch die fünf im Stadtrat vertretenen Parteien an ihren Ständen rund um den Rathausplatz. Auf Anregung der Verwaltung, wie der Liberale Christoph Waitz gestand, sammelten sie gemeinsam Unterschriften gegen die vom Freistaat geplante neue Agra-Brücke und für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2015 (die LVZ berichtete). Joachim Schruth, Fraktionsvorsitzender der Grünen, hatte sogar noch eine dritte Liste im Angebot. „Wir sagen Nein zu Motorsportbooten durch den Auenwald und auf dem Cospudener See“, erklärte er. Ziel sei die Einstellung des Schiffbarkeitsverfahrens für den Kurs 1 der Gewässerverbindung.

Während über die Zukunft des Gewässertourismus im südlichen Neuseenland vor dem Rathaus eifrig diskutiert wurde, war Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) im voll besetzten Bus auf Stadtrundfahrt: einer der Schwerpunkte – der „Seenverbund zwischen Markkleeberger und Störmthaler See als zukunftsweisender gemeinsamen Weg“.

Ulrike Witt

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