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2018 soll die Dreifelderhalle endlich saniert werden

Sport-Infrastruktur 2018 soll die Dreifelderhalle endlich saniert werden

Die Dreifelderhalle in der Städtelner Straße ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Die Umkleiden, Duschen und Toiletten befinden sich in desolatem Zustand. Die Deckenplatten im Gang und viele Türen sind durch Vandalismus beschädigt. Die Geräteräume reichen für die Vereine vorn und hinten nicht.

Seit Jahren wird über die Sanierung der Dreifelderhalle in der Städtelner Straße diskutiert. Nun soll es 2018 endlich losgehen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Die Dreifelderhalle in der Städtelner Straße ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Die Umkleiden, Duschen und Toiletten befinden sich in desolatem Zustand. Die Deckenplatten im Gang und viele Türen sind durch Vandalismus beschädigt. Die Geräteräume reichen für die Vereine vorn und hinten nicht.

„Die Halle wurde 1998/99 gebaut, gehörte vor dem Verkauf an die Stadt der EGW und war im Prinzip von Beginn an ein Sanierungsfall“, erklärt Rainer Leipnitz, Präsident der TSG Markkleeberg. Mit inzwischen 1600 Mitgliedern in zwölf Sektionen, davon acht Hallensportarten, ist dieser der größte Sportverein in der Stadt. Im Rathaus sei das Problem hinlänglich bekannt, passiert sei nichts, ärgert er sich. Stattdessen werde das Thema von Jahr zu Jahr aufgeschoben.

„2016 wollte die Stadt eigentlich den Sanitärtrakt modernisieren – bei laufendem Sportbetrieb mit einem Container hinter der Halle“, berichtet Leipnitz. Die Vereine hätten lieber eine Komplettsanierung gehabt. „Komprimiert in vier Monaten am besten ab Mai, wenn die Wettkampfsaison für unsere Volleyballer und Basketballer sowie die Handballer des TSV 1886 durch ist und die Sommerferien vor der Tür stehen“, erläutert Leipnitz. Letztlich wurde weder die eine noch die andere Variante umgesetzt. Zu teuer, der Zeitrahmen ungünstig habe es im Rathaus geheißen.

„Eine Schließung der Halle in normalen Wettkampfzeiten wäre eine Katastrophe für uns. Aufgrund des starken Zuzugs und der wenigen Sporthallen sind in ganz Markkleeberg keine Ausweichzeiten zu bekommen“, klagt Leipnitz. Die Dreifelderhalle werde montags bis freitags vormittags für den Schulsport genutzt, ab 16 Uhr für den Vereinssport. Im Winter müssten zusätzlich noch die TSG-Leichtathleten unterkommen. „Der Sportbetrieb läge am Boden. Allein rund 500 Mitglieder der TSG wären betroffen“, ärgert sich Leipnitz. Immerhin spielten die Volleyballer in der Regionalliga und der Landesklasse, die Basketballer in der Landesliga. Im Rahmen des Leitbildprozesses habe er immer wieder darauf hingewiesen, dass Markkleeberg eine weitere Dreifelderhalle braucht. „Mir schwebt so was wie die Stadthalle Zwenkau vor, die sportlich und kulturell genutzt werden kann“, verrät der TSG-Chef.

Aber auch für die bestehende Dreifelderhalle gehen seine Vorstellungen weit über eine reine Sanierung hinaus. „Um mehr Platz für Geräte, zusätzliche Vereins- und Sanitärräume zu schaffen, sollte der ebenerdige Sanitärtrakt auf der ganzen Länge um ein Geschoss aufgestockt und an der Städtelner Straße angebaut werden“, beschreibt Leipnitz. Letzteres hatte Ute-Barbara Schuldt, Vorsitzende des TV 1871, schon im Sommer angeregt, um endlich die Wettkampfmatten der Turner sicher unterzubringen (die LVZ berichtete). „Im Moment wissen wir nur, dass die Stadt für die Sanierung einen Fördermittelantrag gestellt hatte und der wohl abgelehnt wurde. Kurz: Wir hängen weiter in der Luft“, so Leipnitz.

Bürgermeisterin Jana Thomas korrigiert gestern den Eindruck: „Wir wollten eigentlich dieses Jahr mit dem Bauen anfangen. Aber es gab seitens der Sächsischen Aufbaubank erhebliche Nachforderungen zu unserem Fördermittelantrag, so dass daraus leider nichts wurde.“ Jetzt gehe sie davon aus, dass das Projekt 2018 angepackt werden kann. Allerdings nicht mit Auf- und Anbauten. „Nachdem zwischendurch ein Abriss und Wiederaufbau des Sanitärtraktes im Gespräch war, aber als zu teuer verworfen wurde, sind jetzt die Sanierung und Entkernung des Sanitärtraktes vorgesehen. In der Sporthalle selbst wird es Reparaturen geben“, kündigt Thomas an.

Im ersten Quartal 2018 soll die Terminkette detailliert mit den betroffenen Schulen und Vereinen beraten werden. Die Sommermonate seien eine Option. „Wann genau Baustart ist, hängt davon ab, wann wir den Zuwendungsbescheid für die Fördermittel erhalten“, macht Thomas klar. Erarbeitet werden soll mit dem Haushalt im nächsten Jahr auch ein Sportstättenkonzept. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Markkleeberger Sportvereine (AGMSV), SPD-Stadtrat Jürgen Kern, hat schon mal mehrere neue Hallen angemahnt.

Von Ulrike Witt

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Landkreis: Leipzig

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